Rekordsieg beim 24-Stunden-Rennen 2009: Manthey gewinnt zum vierten Mal in Folge

Das 37. ADAC Zurich 24h-Rennen entwickelte sich von der ersten bis zur letzten Runde zu einem wahren Krimi. Im ständigen Kampf mit den Audi R8 LMS um die Spitze, zeigte Manthey-Racing die bessere Leistung und sicherte sich mit dem Porsche 997 GT3 RSR den vierten Sieg in Folge.

Timo Bernhard, Marc Lieb, Romain Dumas und Marcel Tiemann machten den Triumph für Manthey Racing perfekt und unterstrichen damit einmal mehr die Stärke des Teams rund um Teamchef Olaf Manthey. Mit dem vierten Sieg in Folge sicherte sich nicht nur Manthey einen Rekord, sondern auch Marcel Tiemann. Als einzigem Fahrer gelang es ihm fünf Gesamtsiege beim 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife einzufahren.

Doch der Kampf an der Spitze war hart - insgesamt 20 Mal wechselte die Führung. Die stärksten Konkurrenten waren für den Manthey-Porsche die Audi R8 LMS aus der neu geschaffenen GT3-Klasse. Christian Abt, Jean-Francoise Hemroulle, Pierre Kaffer und Marcel Fässler vom Team Abt beendeten das Rennen auf dem zweiten Platz mit einer Runde Rückstand auf den Sieger mit der Startnummer eins. Der dritte Platz ging an Mantheys zweites heißes Eisen im Feuer: Emmanuel Collard, Wolf Henzler, Richard Lietz und Dirk Werner überquerten mit drei Runden Rückstand mit ihrem Porsche 911 GT3 Cup S (GT3-Klasse) die Ziellinie.
 
Audi-Quartett rollte in Führung liegend aus
 
Eine Vorentscheidung fiel am Sonntagvormittag in der 126. Runde. Das Audi-Quartett Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und Frank Stippler rollte in Führung liegend im Bereich Hohe Acht aus und musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben. Der Manthey-Porsche übernahm daraufhin die Führung vor dem Manthey-GT3-Porsche. Kurz darauf musste aber auch der GT3-Porsche wegen eines technischen Defekts an die Box und überließ damit den zweiten Platz dem R8 von Abt/Hemroulle/Kaffer/Fässler. Die Reparatur dauerte aber nicht lange und der Manthey-GT3-Porsche konnte sich wieder an Position drei einreihen.
 
Während der ganzen Nacht wechselten sich der Phoenix-Audi R8 von Basseng/Fässler/Rockenfeller/Stippler und der Manthey-Porsche von Bernhard/Lieb/Dumas und Tiemann an der Spitze ab. Zwischenzeitlich schien nur die dreiminütige Stop-and-Go-Strafe für Manthey das Zünglein an der Waage zu sein. Doch Manthey legte Protest ein und wehrte sich gegen den Vorwurf unter gelber Flagge zu schnell gewesen zu sein. Die Rennleitung las später die Daten am Manthey 911 GT3 RSR aus und schrieb die drei Minuten daraufhin wieder gut, da sich der Verdacht einer Geschwindigkeitsübertretung unter gelber Flagge nicht bestätigte.

Chancengleichheit durch Balance of Performance-System
 
Schon zu Beginn des Rennens zeigte sich der Erfolg des Balance of Perfomance-Systems, das für noch mehr Chancengleichheit zwischen den Fahrzeugen an der Spitze sorgen soll. Gleich nach dem Start lieferte sich Marc Lieb ein packendes Stoßstangen-Duell mit Dirk Adorf im Raeder Ford GT. Auch während des Rennens konnte sich keines der vier Autos der Spitzengruppe mit dem Manthey-Porsche, dem Manthey-GT3-Porsche und den Audi R8 LMS von Abt und Phoenix richtig absetzen.
 
Hans-Joachim Stuck, Frank Biela, Emanuele Pirro und Marcel Fässler beendeten das Rennen im Phoenix-Audi R8 auf dem 12. Rang. Timo Scheider, Mattias Ekström, Marco Werner und Lucas Luhr im Abt-R8 sahen die Zielflagge als 23. Der Ford GT von Raeder Motorsport fiel wegen eines Motorschadens aus.

Eine ausführliche Berichterstattung über das 24h-Rennen mit Live-Stream finden Sie auf unserer Schwesterseite sportauto-online.de.

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Bianca Leppert

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