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24h Nürburg

Doppel-Sieg für BMW

Foto: dpa 35 Bilder

Im Wetter-Chaos in der Eifel behielt das BMW-Team Schnitzer die Übersicht und die Autos auf der Straße. Nordschleifen-Urgestein Hans-Joachim Stuck feierte seinen dritten 24 Stunden-Sieg am Nürburgring.

13.06.2004

"Das war das psychisch anstrengendste Rennen, das ich je gefahren bin", sagte Hans-Joachim Stuck im Ziel. Der 53-Jährige, der mit den Tourenwagen-Assen Jörg und Dirk Müller seinen dritten Eifelmarathon nach 1970 und 1998 gewann, meinte damit vor allem das Wetter.

Schon in der Einführungsrunde am Samstag (12.6.) begann es an einigen Teilen der 25 Kilometer langen Strecke zu nieseln, was 220.000 Zuschauer nicht davon abhielt, eine rauschende Grill-Party zu veranstalten, aber viele Teilnehmer hinderte, auf der Strecke zu bleiben.

700 PS nutzten nichts

Einer der Werks-Audi TT, beide DTM-Astra des im Vorjahr siegreichen Opel-Teams und der im Training dominante Alzen-Porsche machten Bekanntschaft mit den Leitplanken der Nordschleife. Audi schlug sich am Ende mit den Rängen vier und acht tapfer, Opel musste sich bei einem überlebenden Auto mit Rang zehn begnügen, und das mit 700 PS stärkste Auto im Feld, der Porsche der Alzen-Brüder mit Rennlegende Klaus Ludwig rollte zweieinhalb Stunden vor Schluss mit einem Defekt aus. Bestes Nicht-Werks-Auto wurde so der Manthey-Porsche als Dritter.

Während selbst allradgetriebene Autos wie der Nissan Skyline von Roland Asch (Rang fünf) mit den ständig wechselnden Streckenbedingungen und der richtigen Reifenwahl kämpften, schwammen die beiden BMW M3 GTR des Schnitzer-Teams unbeeindruckt dem Feld davon. Schon beim Start hatte Strategie-Fuchs und Teamchef Charlie Lamm mit geschnittenen Slicks auf die richtigen Gummis gesetzt. Eine in der Formel 1-Abteilung entwickelte Traktionskontrolle half den Fahrern beim Beschleunigen auf der Strecke zu bleiben.

Mit einer Runde Vorsprung gewann das Auto mit der Nummer 42 vor den Teamkollegen Pedro Lamy, Boris Said und Duncan Huisman. Es war für BMW der 17. Sieg beim 24 Stundenrennen auf dem Nürburgring und der siebte Doppelerfolg. Im Vorjahr waren die gleichen M3 noch die große Lachnummer: Die Kühlung der Getriebe mit Trockeneis wurde zum Bumerang. Nach wenigen Runden waren beide Autos ausgeschieden.

Kein Glück für die Redaktion sport auto

Nach nur 39 Runden war der sport auto-Honda NSX aus der japanischen GT-Meisterschaft bereits mit Getriebeschaden ausgeschieden. Das seriennahe Schwester-Auto mit sport auto-Chef Horst von Saurma, Redakteur, Jochen Übler, Verlagsleiter Peter-Paul Pietsch und Rallye-Profi Uwe Nittel hatte sich schon auf Rang elf vorgeabeitet, musste aber nach einer Kollision mit einem privaten Audi am Sonntagmittag aufgeben.

Ergebnis, 24 Stunden Nürburgring:

1. Müller/Müller/Stuck, BMW: 143 Runden
2. Lamy/Said/D.Huisman, BMW: 142 Runden
3. Luhr/Klasen/Bernhard, Porsche: 141 Runden
4. P.Huisman/Stippler/Wendlinger, Audi: 140 Runden
5. Asch/Schoysman/Kinoshita/Tanaka, Nissan: 135 Runden
6. Jäger/Schmickler/Pryce, Porsche: 133 Runden
7. Otto/Weiß/Erkes/Zinnow, Porsche: 131 Runden
8. Abt/Ekström/P.Huisman/Ekblom, Audi: 131 Runden
9. Wolfsgruber/Kiesch/Tischner/Tischner, BMW: 129 Runden
10. Reuter/Scheider/Strycek/Tiemann, Opel: 129 Runden

>>> Veranstalter-Website

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