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24h-Rennen 2009

Olaf Manthey kritisiert Technikreglement

Foto: Sport Auto 129 Bilder

Kaum ein Reglementwechsel geht im Motorsport geräuschlos über die Bühne. So verhält es sich auch mit dem überarbeiteten Technikreglement für das 24h-Rennen am Nürburgring.

21.12.2008

Dort werden die bisherigen Topklassen der Special-Fahrzeuge deutlich eingebremst, gleichzeitig erhalten die GT3-Rennwagen eine Chance auf den Gesamtsieg.

Die bisherigen Topfahrzeuge aus den Klassen SP7 und SP8 erhalten in Abhängigkeit von wählbaren Fahrzeuggewichten Luftmengenbegrenzer, Tankdurchflussbegrenzer sowie unterschiedliche Tankvolumina. Als Porsche-Team mit einem GT2-911 kann man zum Beispiel wählen zwischen 1.350 Kilo, kleinen Restriktoren und 120-Liter-Tank oder 1.200 Kilo, kleinen Restriktoren und 90-Liter-Tank.

Beim Kampf um den Gesamtsieg treten die Fahrzeuge der Klassen SP7 und SP8 gegen die neu zugelassenen GT3-Autos (SP9) an, die so fahren dürfen, wie sie von der FIA für die GT3-EM eingestuft wurden. Gleichzeitig behält sich der Veranstalter das Recht vor, die Einstufung der GT3 nach zwei Pflichtrennen in der Langstreckenmeisterschaft jedoch noch einmal zu ändern.

GT2-Teams im Nachteil

"Die GT3-Autos sind viel zu positiv eingestuft", reklamiert Porsche-Teamchef Olaf Manthey stellvertretend für viele Porsche-Teams. "Die GT3-Wagen dürfen lauter fahren als die GT2 aus der SP7, sie können sogar ohne Katalysator antreten. Wir haben beim letzten VLN-Rennen GT2- und GT3-Porsche nach 2009er-Spezifikation gegeneinander fahren lassen – der GT3 war klar schneller."

Für Olaf Manthey selbst ist dies weniger ein Problem als für viele Privatteams, die einen GT2-Porsche gekauft haben und nun das Geld investieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu stehen einige Privatteams in der SP7 und SP8 vor dem Problem, einen Restriktormotor entwickeln zu müssen. "Wer soll das alles bezahlen?", fragt BMW-Privatier Johannes Scheid.

ADAC beharrt auf Reglementänderung

Der veranstaltende ADAC Nordrhein hält an seinem Kurs fest: "Sicherlich wurde die Vormachtstellung einzelner Fahrzeuge im Sinne eines ausgeglichenen Wettbewerbs beschnitten. Doch die Fahrzeuge der Klassen SP7 und SP8 sind nach wie vor siegfähig."

Die Chancen auf eine Teilnahme der BMW M3 GTR nach GT2-Reglement sind jedoch auf Grund der neuen Bestimmungen angeblich stark gesunken.


Mehr zum Thema Sportwagen und weitere Motorsportnews lesen Sie in unserem Schwestermagazin "sportauto" Ausgabe 01/2009, seit dem 19. Dezember im Handel.

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