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24h-Rennen

Favoriten und Außenseiter

Foto: VLN 67 Bilder

Wann ist eine Rennsportveranstaltung wirklich bedeutungsvoll? Wenn die Topteams im Vorfeld Nebelgranaten zünden, um die eigenen Stärken zu kaschieren - und gleichzeitig die Gegner stark reden.

08.05.2008

Man kann den phänomenalen Erfolg des 24h-Rennens am Nürburgring in eine Zahl gießen: 279 - das ist übrigens Rekord. So viele Teams haben eine Nennung beim Veranstalter ADAC Nordrhein für die 36. Ausgabe des 24h-Rennens deponiert. Fristgerecht, wohl gemerkt. Der Begriff der Überbuchung löst bei den meisten Zeitgenossen in aller Regel Aversionen aus. Wer bleibt schon gern in der Abfertigungshalle zurück, während sich andere auf die Reise machen?

Beim 24h-Rennen am Nürburgring ist die Überbuchung nichts weiter als ein großes Kompliment für das Kultrennen. Es wollen einfach viel mehr Teams beim Langstreckenklassiker starten, als Platz da ist. Somit müssen 49 Teams über die Klinge springen, weil das Streckenabnahmeprotokoll nur 230 Autos im Training und 220 Wagen im Rennen erlaubt - der Erfolg des 24h-Rennens hat also auch eine grausame Seite. Wer bei der Frage nach möglichen 24h-Siegkandidaten in die Kristallkugel blicken will, muss nur zur Langstreckenmeisterschaft gehen, die übers Jahr sozusagen zehn kleine 24h-Rennen veranstaltet und somit das Formbarometer stellt.

Porsche gegen Viper

Demnach gestaltet sich die Gefechtslage für die Marathon-Ausgabe 2008 übersichtlich: Porsche gegen Viper, genauer: viele Porsche gegen eine Viper. Wir erinnern uns: Vergangenes Jahr siegte das Manthey-Auto vor der Zakspeed-Viper. Und beim ersten VLN-Rennen der Saison 2008 siegte das Manthey-Auto, die Zakspeed-Viper fiel auf Platz zwei liegend drei Runden vor Schluss aus. Die aktuelle Ausgangslage scheint also auf denersten Blick unverändert zu sein.

Doch es sind zwei Einflussgrößen zu berücksichtigen: Zum einen gelten für die Siegkandidaten aus den großen 24h-Special-Klassen SP7 (bis vier Liter Hubraum) und SP8 (bis 6,2 Liter Hubraum) neue Aerodynamik-Spielregeln: Die bananenartig nach hinten gebogenen Heckflügel gehören ebenso der Vergangenheit an wie die schaufelartig nach vorn überstehenden Frontsplitter. Fast alle Top-Teams bekunden bei der Anpassung an das neue Aero-Reglement noch Abstimmungsprobleme. Zweitens gibt es nüchtern betrachtet zwei höchst hilfreiche Voraussetzungen für einen Erfolg beim 24h-Rennen - ein gewisses Maß an Werksunterstützung sowie die berühmten Entwicklungsreifen von Michelin.

Manthey genießt Favoritenstatus

Unter diesem Betrachtungswinkel rücken drei Teams besonders ins Fadenkreuz: das gelb-grüne Manthey-Mobil, das neue Hisaq-Porsche-Team und die Zakspeed-Viper. Als Top-Favorit unter den Porsche-Mannschaften muss Manthey Racing gelten: Manthey hat die meiste Erfahrung mit dem Modell 997 GT3 RSR, vor allem beim kritischen Thema Hinterachskinematik. Manthey genießt die volle Rückendeckung vom Werk. Manthey entwickelte ein spezielles Aero-Kit mit geändertem Heckflügel, und nur Manthey hat die Achsteile des Elfers auf die Erfordernisse der Nordschleife penibel angepasst. Ein dritter Sieg in Folge beim 24h-Rennen wäre also keine Überraschung.

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