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24h-Rennen

Le Mans - mehr als nur Rennsport

Foto: ACO/ Nikon 62 Bilder

Le Mans ist der Gral des Langstreckensports: Das 24-Stunden-Rennen auf den Landstraßen außerhalb der 140.000-Seelen-Stadt im Nordwesten von Frankreich ist weltberühmt. Doch auch die Stadt hat ihre Reize.

22.01.2009

Wer kennt sie nicht, die über 400 Schlösser der Loire-Region in Westfrankreich? Sogar aus Japan strömen die Touristen herbei, um die prunkvollen Residenzen des französischen Adels zu bestaunen. Die Länder der Loire - zu deren Kulturregion Städte wie Nantes, Angers, Orléans und Tours gehören - schließen auch das etwas nördlich gelegene Le Mans ein, am Zusammenfluss von Sarthe und Huisne gelegen.

Le Mans ist jedoch weniger für Schlösser berühmt als für das 24-Stunden-Rennen für Sportwagen, das dort seit 1923 auf einer anspruchsvollen Kombination aus abgesperrten Landstraßen und permanenter Rennstrecke ausgetragen wird. Einmal im Jahr generiert der Renn-Krimi in Le Mans mehr Zuschauer als all die Schlösser und Burgen der Region. Hotelzimmer sind so rar wie schwarze Perlen: Im letzten Jahr pilgerten fast 270.000 Menschen in das Département Sarthe, zu dem Le Mans gehört.

Audi: Rückblick auf Le Mans 2008 3:19 Min.

Legendäre Rennschlachten mit deutscher Beteiligung

Für den wahren Motorsport-Fan sind die 24 Stunden von Le Mans der Gral des Motorsports: Die Rennschlachten sind legendär, besonders aus deutscher Sicht: Die deutschen Hersteller nutzen Le Mans seit Jahrzehnten als Beleg ihrer technischen Kompetenz. Porsche holte seit 1970 in Le Mans 16 Gesamtsiege, Audi konnte seit 2000 acht werbewirksame Triumphe feiern.

Doch Le Mans bietet mehr als bloß Rennsport, auch und gerade unter touristischen Gesichtspunkten. Die 140.000 Einwohner zählende Stadt mit ihrem nahezu unzerstörten Altstadtkern und unzähligen Fachwerkhäusern bietet zahlreiche, zum Teil spektakuläre Sehenswürdigkeiten: Die erstaunlich gut erhaltene gallo-römische Stadtmauer beispielsweise stammt aus dem dritten Jahrhundert.

Architektur, Religion und Gastronomie

Die Kathedrale Saint-Julien du Mans entstand zu Beginn des 12. Jahrhunderts, erst mit einem romanischen Langhaus, das später um einen gotischen, fünfschiffigen Chor ergänzt wurde. Nur einen Steinwurf von der berühmten gotischen Kirche findet sich ein Denkmal für den Luftfahrer Wilbur Wright. Das Denkmal steht am Place des Jacobins - dort, wo alljährlich die technische Abnahme der Rennfahrzeuge für die 24 Stunden stattfindet.

Natürlich kann man auch in Le Mans essen wie Gott in Frankreich. Die Küche der Region Sarthe ist berühmt für ihre Wurstwaren, besonders die Rillettes der Firma Bahier. Das Fleisch- und Wurstwarengeschäft ist seit fast 30 Jahren ein Familienbetrieb und der zweitgrößte französische Hersteller von Rillettes und Blutwurst.

Die Rennfans mögen es ebenfalls eher deftig und dinieren im Themenrestaurant Le Mans Legend Café in der Rue du Port - dort, wo in der Rennwoche auch viele Rennfahrer anzutreffen sind. Wem die Stadt Le Mans allein nicht reicht, auf den warten da noch die 400 Schlösser der Loire. Und natürlich die 55 Rennwagen, die immer am zweiten Juni-Wochenende dem traditionellen Tourismus der Loire-Region Paroli bieten.

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