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24h Rennen Nürburgring 2012

Audi feiert doppelt bei Premierensieg

24h Nürburgring 2012 Highlights Foto: xpb 75 Bilder

Bei der 40. Ausgabe des 24h Rennens am Nürburgring hat zum ersten Mal ein Audi die Gesamtwertung gewonnen. Am Ende führten gleich zwei R8 LMS ultra das Feld über die Ziellinie. Dahinter landeten zwei Mercedes SLS auf drei und vier.

20.05.2012 Tobias Grüner

Audi heißt der strahlende Sieger der 40. Jubiläumsausgabe des 24 Stunden Langstrecken-Rennens am Nürburgring. Beim vierten Anlauf mit dem Audi R8 feierte die Marke mit den vier Ringen den ersten Sieg beim Eifel-Klassiker. Nach dem Motto "doppelt hält besser" fuhren am Ende sogar gleich zwei GT3-Autos aus Ingolstadt an der Spitze des Feldes über die Ziellinie.

Der Siegerpokal ging nach 155 Runden an den Werksrenner der Phoenix-Mannschaft mit der Startnummer 3. Der Bilstein R8 LMS ultra mit Marc Basseng, Christopher Haase, Frank Stippler und Markus Winkelhock am Steuer sah die Zielflagge mit einem Vorsprung von 3:35 Minuten auf den Mamerow R8 LMS mit der Startnummer 26 (Mamerow, Abt, Ammermüller, Hahne). Für Nordschleifen-Experte Marc Basseng war es ein besonders emotionaler Sieg. Er schaffte nach 13 Anläufen zum ersten Mal den Triumph.

Teamkollege Christopher Haase war ebenfalls überglücklich: "Das war ein Sprint über 24 Stunden. Einfach ein grandioses Rennen." Frank Stippler fügte an: "Wir hatten 30 Top-Autos am Start. So eine Leistungsdichte gab es noch nie. Das war das stärkste 24 Stunden-Rennen das es je gab." Der Schlüssel zum Sieg? "Es hat einfach alles gepasst", so Markus Winkelhock. "Wir hatten nicht ein einiges Mal irgendwas am Auto gehabt."

Heico-Mercedes fehlen 15 Minuten zum Podium

Der zweitplatzierte Mamerow-Audi profitierte in der Schlussphase von Problemen am Heico-Mercedes mit der Startnummer 65 (Heyer, Schneider, Arnold, Margaritis). Zunächst wurde der mit Hankook bereifte SLS durch einen Reifenschaden auf Platz drei zurückgeworfen. 15 Minuten vor dem Ende sorgte dann ein Kühlerdefekt für das dramatische Aus kurz vor der Zielflagge.

Den letzten Podiumsplatz staubte am Ende das Heico-Schwester-Auto mit der Startnummer 66 (Frankenhout, Simonsen, Kaffer, Arnold) ab. In einem spannenden Finale kam es in den Schlussminuten zum dramatischen Zweikampf zwischen dem SLS GT3 und dem Wochenspiegel Porsche 911 GT3 von Manthey Racing.

Wochenspiegel-Porsche mit Crash auf dem Zielstrich

Zunächst schien der 911er die Oberhand zu behalten, doch dann wurde das Auto der Vorjahressieger Marc Lieb, Romain Dumas, Lucas Luhr und Richard Lietz wenige Sekunden vor Ablauf der 24-Stunden-Uhr immer langsamer, blieb plötzlich auf der Ziellinie stehen und ließ den Silberpfeil kampflos passieren. Zu allem Überfluss krachte dem Manthey-Auto dann auch noch ein Renault Clio ins Heck.

Als Grund für die ungewöhnliche Bremsaktion von Romain Dumas gab das Team einen leer gefahrenen Tank an. So schaffte es der Porsche nach dem Reglement nicht aus eigener Kraft ins Ziel zu fahren und flog aus der Wertung. Kurios: Hätte der Porsche schon ein paar Meter früher langsam gemacht und wäre bei abgelaufener Zeit über die Ziellinie gerollt, wäre er normal abgewunken worden. Denn das Ende des Rennens bestimmt allein die Uhr, nicht die Ziellinien-Überquerung des Siegerautos.

Schon zuvor lief es für den Wochenenspiegel-Porsche von Olaf Manthey alles andere als planmäßig. Bereits in der Nacht wurden alle Chancen auf den Sieg verspielt. Zuerst krachte der 911 GT3 auf feuchter Piste in die Bande. Später machten die Bremsen Probleme.

BMW-Werksteam mit Antriebswellen-Defekten

Von dem Porsche-Malheur profitierte am Ende auch BMW. Auf Rang vier landete aber nicht etwa einer der hoch gehandelten Werksautos vom Schubert Motorsport, sondern der Z4 GT3 vom belgischen Privatteam Marc VDS Racing mit Bas Leinders, Markus Palttala und Martine Maxime am Steuer.

Die beiden Schubert-Autos hatten lange Zeit in der Spitzengruppe mitgekämpft. Nachts um kurz nach drei musste zunächst der führende Z4 mit der Startnummer 19 mit einem Antriebswellenschaden zum Reparaturstopp. In den Morgenstunden traf es dann auch noch das zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei liegende Schwesterauto mit dem gleichen Defekt.

Auch der zwischenzeitlich in Führung liegende Rowe-Mercedes SLS mit der Startnummer 22 musste den spannenden Kampf um den Sieg am Sonntagmorgen aufgeben. Ein Dämpfer war gebrochen. Die Reparaturpause zerstörte alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg.

McLaren mit frühem Totalausfall

Im McLaren-Lager gab es ebenfalls lange Gesichter. Schon am Samstagabend waren alle drei MP4-12C GT3 von Dörr Motorsport und Gemballa Racing ausgeschieden. Besonders spektakulär verabschiedete sich Routinier Klaus Ludwig, der bei rund 240 km/h am Schwedenkreuz mit einem Seat Leon verhakte und die Bande krachte.

Auch für den Ford GT3 von Jürgen Alzen war vorzeitig Schluss. Die spektakuläre GT3-Flunder zickte schon früh mit zusammenbrechender Bordspannung. In der Nacht sorgte dann ein Getriebeschaden für das endgültige Aus.

In unserer Bildergalerie haben wir noch einmal die besten Fotos vom Nürburgring-Spektakel.

FahrerAutoErgebnis
1. Basseng/ Haase/ Stippler/ WinkelhockAudi R8 LMS155 Runden
2. Mamerow/ Abt/ Ammermüller/ HahneAudi R8 LMS- 3:35.383 Min.
3. Frankenhout/ Simonsen/ Kaffer/ ArnoldMercedes SLS GT3- 11:31.116 Min.
4. Leinders/ Palttala/ MartinBMW Z4 GT3- 1 Runde
5. Fässler/ Mies/ Rast/ StipplerAudi R8 LMS- 4 Runden
6. Abbelen/ Schmitz/ Brück/ HuismannPorsche 911 GT3- 4 Runden
7. Müller/ Müller/ Alzen/ AdorfBMW Z4 GT3- 5 Runden
8. Hürtgen/ Schwager/ Bastian/ AdorfBMW Z4 GT3- 5 Runden
9. Klingmann/ Wittmann/ Göransson/ LamyBMW Z4 GT3- 5 Runden
10. Zehe/ Hartung/ Rehfeld/ BullittMercedes SLS GT3- 5 Runden
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