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90 Jahre Nürburgring - Teil 9 aus der Grünen Hölle

Klaus Ludwig führt im Schrotthaufen

Ford C100 - Nürburgring 1982 - Klaus Ludwig - 1000-km-Rennen Foto: Wolfgang Wilhelm 28 Bilder

Der Nürburgring wird am 18. Juni 90 Jahre alt. Wir haben neun Nürburgring-Spezialisten zu ihren Erlebnis in der Grünen Hölle gefragt. Es kamen tolle Geschichten dabei heraus. Teil 9: Klaus Ludwig.

18.06.2017 Claus Mühlberger

Der Nürburgring feiert Geburtstag. Die Grüne Hölle wird 90 Jahre alt. Abertausende von Fahrern haben auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt zum Teil haarsträubende Dinge erlebt. Zum Jubiläum gratulieren wir dem Nürburgring mit Anekdoten von Rennfahrern, die viele Kapitel auf der Nord- und Südschleife der Eifelpiste mit geschrieben haben.

In Folge 9 erzählt Klaus Ludwig über den Höllenritt im Ford C100 auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt.

„Wie krank warst du damals eigentlich?“

„1.000 Kilometer-Rennen 1982 auf dem Nürburgring. Ich fuhr zusammen mit Manfred Winkelhock einen vom Werk eingesetzten Zakspeed-Ford C100: großes Medieninteresse, tolle Stimmung, die Mannschaft war gut, das Team war gut. Insofern alles bestens – aber leider war das Auto nicht gut.

Genauer gesagt: Der C100 war eine Krücke, obwohl wir im Vorfeld allerhand nachgebessert haben. Nach einer Stunde gingen wir in Führung. Wir lagen dann fünf Stunden auf Platz eins und waren schon ziemlich siegessicher. Doch dann passierte etwas, was fürchterlich panisch war, aber letztlich sehr glücklich ausging. Ich übergab das Auto an Manfred und sagte ihm: Da fühlt sich etwas ziemlich komisch an. Es ging aber trotzdem weiter noch dem Motto: Eine Fahrerleben ist nicht allzu wichtig. In der vorletzten Runde hatte Manfred dann einen Differenzialschaden. Das Auto stand. Das Team war traurig. Stundenlang hatten wir mit diesem Schrotthaufen geführt – und dann das!

Nach dem Rennen haben wir in der Werkstatt etwas wirklich Erschreckendes festgesellt: Drei der vier Bolzen, mit denen der Motor samt Hinterachse am Chassis befestigt ist, waren gebrochen. Und er vierte war auch schon beschädigt. Das heißt: Wäre der C100 nicht wegen des Diffs liegen geblieben, hätte der arme Manfred wahrscheinlich einen ganz üblen Unfall gehabt. Der C100 war schon höllisch schnell. Nur 900 Kilo Gewicht, und der 3,9-Liter Cosworth hatte 550 PS. Leider hat dieser V8 enorme Vibrationen entwickelt. Dieses Auto wurde bei Zakspeed gerade wieder restauriert. Ich stand kürzlich in der Werkstatt vor diesem C100. Und ich habe mich gefragt: Ludwig, wie krank warst Du damals eigentlich, doch in so ein Ding zu setzen?“

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