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Alzen bringt Turbo an den Ring

Foto: VLN 9 Bilder

Uwe Alzen hat sich für die 2008er Ausgabe des 24h-Rennens etwas ganz besonderes ausgedacht: Der Betzdorfer wird mit einem allradgetriebenen Porsche Turbo an den Start gehen.

18.05.2008

Die Fans waren von der Nachricht natürlich hellauf begeistert. Für das Team hingegen bedeutet die Rückkehr des Turbos vor allem eins: Arbeit, Arbeit, Arbeit! Das weiß auch Christian Menzel, der den Boliden pilotiert: "Eigentlich sind überall noch Dinge zum Verbessern da, bis hin zum Fahrer, der sich mit dem Auto noch besser vertraut machen muss." Der erste Einsatz unter Rennbedingungen fand allerdings ein schnelles Ende. Nach nur einer halben Einführungsrunde musste Teamchef Jürgen Alzen persönlich den Bi-Turbo abstellen. 

Zum dritten Lauf der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft war das "Turbinchen" dann aber schon wieder hergerichtet und zeigte, was in ihm steckt. Für kurze Zeit übernahm man sogar die Führung im Rennen. Zwölf Runden vor Schluss zwang ein Motorschaden die Alzen-Truppe jedoch zur Aufgabe. Es gibt eben viele Baustellen, die ein komplett neu aufgebautes Auto so mit sich bringt. Das weiß auch Menzel: "Die anderen Autos gegen die wir fahren, wie die Viper, die habe ich hier schon vor neun Jahren gesehen, jetzt die zehnte Saison. Die Porsche sind ebenfalls sehr gut aussortiert, die gibt’s schon lange. Und wir fangen bei null an. Ich denke, dafür ist das schon gut bis jetzt. Wir müssen einfach das Gesamtpaket in allen Bereichen stückweise verbessern."

Hoffen auf Regen

Der Turbo ist nicht die einzige gravierende Änderung beim Zuffenhausener. Einen großen Vorteil erhofft sich der 36-Jährige Pilot auch vom Allradantrieb: "Das ist natürlich nicht verkehrt für die Traktion, die kann man auf der Nordschleife immer gut gebrauchen, speziell im Regen ist das auch ne feine Sache." Und in der Eifel soll ja bekanntlich schon öfters mal der ein oder andere Regentropfen gesehen worden sein.

Doch auch, wenn es sehr warm und trocken werden sollte, ist die Mannschaft von Jürgen Alzen Motorsport gut gerüstet: "Die Temperaturen sind schon happig im Auto. Das war schon grenzwertig, da muss noch was getan werden. Aber wir haben noch ein paar Ideen, wie wir ein bisschen mehr Luft aus dem Auto raus und rein bekommen", ist sich der Langenfelder Menzel sicher und fügt hinzu "bei dem Auto ist aber alles im grünen Bereich. Das ist sehr positiv, weil so ein Turbo auch immer sehr viel Luft braucht."

Frage der Zuverlässigkeit

Die Zielsetzung für die 36. Ausgabe des 24h-Rennens gestaltet sich damit ebenfalls sehr schwierig. Vom Potenzial her ist der Betzdorfer Bi-Turbo durchaus ein Siegeskandidat. Doch die Frage bleibt, ob der Schwabe mit Allradantrieb nach einer so kurzen Vorbereitungszeit auch mit Zuverlässigkeit glänzen kann. Besonders für Menzel wäre ein Sieg etwas ganz Besonderes: "Letztes Jahr sind wir Vierter geworden, was keiner erwartet hat. Ein Podium wäre schön. Ich habe vor zehn Jahren das letzte mal hier gewonnen und ich würde gerne nochmal gewinnen." Damals fuhr der in Kelberg lebende Familienvater auf einem BMW 320d und sorgte unter anderem zusammen mit Nordschleifenlegende Hans-Joachim Stuck für eine Überraschung. Vielleicht gelingt ihm dies nun erneut. Diesmal heißen seine Teamkollegen Jürgen Alzen, Markus Gedlich und Ex-DTM Pilot Christian Abt.

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