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Annette Meeuvissen verstorben

Foto: Sabine Hofmann

Trauer in der DTM-Szene: Ex-BMW-Werksfahrerin Annette Meeuvissen erlag einem Krebsleiden. Die gebürtige Düsseldorferin verstarb am vergangenen Sonntag (5.12.) im Alter von nur 42 Jahren in einer Klinik am Starnberger See..

07.12.2004

Die gelernte Gymnastiklehrerin begann ihre Motorsport-Karriere 1980 bei regionalen Slalomveranstaltungen. Bereits kurz danach hatte sie sich einen Namen in der deutschen Markenpokal-Szene geschaffen: 1982 wurde sie Vizemeisterin im Ford Fiesta-Ladies-Cup, punktgleich mit der Meisterin. Zwei weitere Jahre im Veedol-Langstrecken-Pokal folgten, wobei nur ein technischer Defekt den Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen 1984 verhinderte. 1985 bestritt Annette Meeuvissen die Tourenwagen-Europameisterschaft auf einem Ford Escort und wurde in Zeltweg und in Donington Klassendritte beziehungsweise -sechste.

Nach einer Saison im Porsche 944 Turbo-Cup wagte sie den Schritt zur Profi-Rennfahrerin: In der Tourenwagen-Welt- und Europameisterschaft folgte das Werks-Engagement für BMW, das freilich von wenig Erfolg begleitet war. Zusammen mit ihrer Teamkollegin Mercedes Stermitz, einer ehemaligen Miss Austria, bildete Meeuvissen dennoch ein stets Aufsehen erregendes Duo. Bei den 24 Stunden von Spa 1987 wurde sie im Gruppe A-BMW M3 Gesamtsiebte, ebenso beim WM-Lauf im australischen Calder.

"Ein hübsches Gesicht schadet nicht"

Meeuvissen, deren Auftreten und Erscheinung durch Sympathie und Intelligenz ebenso geprägt war wie durch ihre flachsblonden Haare, bestritt von 1988 bis 1991 in der DTM 41 Rennen, in der sie insgesamt 18 Punkte sammeln konnte. Ihr größter Erfolg in dieser Serie blieb 1988 ein 13. Platz auf der Nordschleife; 1990 wurde sie zweimal Zwölfte und auf der Berliner Avus einmal Elfte. Meeuvissen war sicherlich nicht die schnellste Rennfahrerin ihrer Zeit, doch qualifizierte sie sich stets auf soliden Startplätzen im Mittelfeld der Tourenwagen-Serie, die meist mehr als 30 Teilnehmer am Start sah. "Ein hübsches Gesicht schadet nicht“ entgegnete sie immer dann, wenn sie mißtrauisch gefragt wurde, ob nicht ihre Schönheit zu Erfolg und Cockpit verholfen hätten, "doch ohne Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft geht es weniger denn je.“

"Fahren solange es Spaß macht“, hatte sie einst betont, "Geld verdienen und dann eine Familie, Haus und Hund.“ Die tierliebende Blondine zog es, nachdem sie 1992 ihre Karriere auf der Strecke und Mitte der Neunziger Jahre auch als Fahrinstruktorin bei BMW beendet hatte, für längere Zeit nach Namibia, wo sie eine Station für verletzte Wildtiere führte. Annette Meeuvissen hinterlässt ihren fünfjährigen Sohn Max.

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