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Audi R18 e-tron für Le Mans 2015

Fünfte Generation mit doppelter Hybrid-Power

Audi R18 e-tron - 2015 Foto: Audi 23 Bilder

Audi hat den neuen R18 e-tron für die WEC-Saison 2015 vorgestellt. Mit einer höheren Hybrid-Einstufung wollen die Ingenieure aus Ingolstadt die Angriffe der Konkurrenz von Toyota, Porsche und Nissan abwehren.

23.03.2015 Tobias Grüner Powered by

Audi befindet sich mal wieder in der Rolle des Gejagten. Der 13. Le Mans-Titel in der Saison 2014 war so hart erkämpft wie lange zuvor nicht mehr. Die Konkurrenz rückt dem Seriensieger immer näher auf die Pelle. Toyota und Porsche haben nach unseren letzten Informationen große Fortschritte über den Winter gemacht. Mit Nissan steht noch ein weiterer Herausforderer in den Startlöchern.

Audi R18 e-tron 2015 in 4MJ-Hybrid-Klasse

Um die Attacken der Konkurrenz abzuwehren, hat Audi den R18 e-tron in seiner fünften Generation noch einmal massiv weiterentwickelt. Die wichtigste Änderung betrifft die Hybrid-Einstufung. Ging der R18 2014 noch in der 2-Megajoule-Klasse an den Start, so tritt der Hybrid-Renner ab sofort in der 4MJ-Klasse an. Die Elektromaschinen, die Energie an die Vorderräder abgeben, leisten nun mehr als 200 kW (272 PS).

Audi hat deshalb auch die Kapazität des Energiespeichers vergrößert. Der Drehmassenspeicher, der neben dem Fahrer abgekapselt im Cockpit sitzt, kann bis zu 700 Kilojoule Energie aufnehmen, die er wieder an die E-Maschine abgibt - das sind etwa 17 Prozent mehr als noch 2014. Trotz dieser Leistungssteigerungen ist es Audi gelungen, das Mindestgewicht von nur 870 Kilogramm zu erreichen.

Auch der Vierliter-Diesel-V6 wurde noch einmal weiterentwickelt, um die Leistung zu steigern und den Verbrauch zu senken. Das TDI-Aggregat soll nun auf eine Leistung von 558 PS kommen. In der WEC-Saison 2015 sind nach dem neuen Reglement nur 5 Aggregate pro Auto erlaubt. Der neue Motor muss also nicht nur Power haben, sondern auch standfest sein.

Komplett neue Aerodynamik an der Front

In Sachen Aerodynamik haben die Ingenieure ebenfalls Hand angelegt. Die geänderte Luftführung an der Front – um und durch die vorderen Rädkästen – soll den Luftwiderstand senken. Das Monocoque wurde vom Vorgänger übernommen. Durch die Änderungen an der vorderen Crashstruktur musste der R18 allerdings noch einmal durch den FIA-Crashtest.

Auch im Bereich der Seitenkästen und am Heck zeigt der R18 Retuschen. Die Motorhaube liegt nun noch enger an und zieht sich direkt hinter dem Cockpit stark zusammen. Für eine neue Optik sorgen auch die geänderten Scheinwerfer mit Matrix-LED-Technologie. Nach Informationen von Audi soll es vom R18 e-tron wie gewohnt 2 Karosserievarianten geben – die je nach Abtriebsniveau der Strecke zum Einsatz kommen.

Audi-Entwicklung zu konservativ?

Bei den aggressiven Technik-Attacken vor allem von Toyota und Porsche war Audi im Winter gezwungen ordentlich nachzulegen. Die Konkurrenz aus Zuffenhausen war im Vorjahr bereits in der 6Mj-Klasse unterwegs, will aber nach Informationen von auto motor und sport dieses Jahr auf das Maximum von 8MJ aufsatteln. Vor allem für den Saisonhöhepunkt in Le Mans könnte das ein entscheidender Vorteil sein.

Jörg Zander, der neue Leiter Technik von Audi Sport, erwartet erneut ein heißes Duell: "Wir erwarten, dass der technische Fortschritt unter dem hohen Konkurrenzdruck von inzwischen 4 engagierten Automobilherstellern die Rundenzeiten in dieser Saison deutlich verbessert - und das bei verringertem Kraftstoffverbrauch."

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