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Fahrerkader Jahresbilanz

Die Erfolge der auto motor und sport-Piloten

Fahrerkader ams Foto: Andreas Beil 11 Bilder

Eine erfreuliche Bilanz: Viele Fahrer aus dem auto motor und sport-Fahrerkader waren auch 2009 wieder sehr erfolgreich - bei Rennen auf fast allen Kontinenten.

15.01.2010 Claus Mühlberger

Paul di Resta könnte als Prototyp des modernen Nachwuchsrennfahrers dienen. Der 23-jährige Schotte ist ein Vertreter der extrem ehrgeizigen Generation von Youngstern, die stets mit 101-prozentiger Konzentration ihren großen Zielen entgegenstreben. Bei di Resta, der auch im Erfolgsfall seine ernste Buster-Keaton-Mimik meist beibehält, war dies der Titel in der DTM. Dass auch in seinem dritten Jahr in der deutschen Topserie nichts daraus wurde, lag an einem eher schwachen Saisonstart des Mercedes-Piloten.

di Resta erfolgreichster auto motor und sport DTM-Fahrer

Bei den letzten vier Rennen aber schaffte di Resta drei Mal den Sprung aufs Siegerpodest, ein Mal - in Brands Hatch - sogar auf die oberste Stufe. Dies bedeutete am Ende den dritten Rang in der Meisterschaft. Damit war di Resta der Erfolgreichste aus dem auto motor und sport-Quartett in der DTM. "Man muss aus seinen Fehlern lernen, das macht einen stärker", sagte di Resta nach dem Saisonfinale. "Jeder macht mal Fehler, wir sind ja Menschen und nicht Maschinen." Der wahre Saisonhöhepunkt kam im Dezember: Bei den Formel 1-Testfahrten in Jerez hinterließ der Schotte im Force India-Mercedes einen sehr guten Eindruck.

Bruno Spengle landete auf Tabellenplatz vier in der DTM

Nach drei Tagen stand die drittschnellste Zeit zu Buche - hinter Daniel Ricciardo (Red Bull) sowie dem erfahrenen DTM-Kämpen und McLaren-Testfahrer Gary Paffett. Di Resta kam also seinem Ziel, in der Formel 1 zu fahren ein Stück näher. Nicht ganz so erfreulich verlief das Jahr für Bruno Spengler. Der gebürtige Kanadier, der seit langem im Elsass lebt, schaffte keinen Sieg. Doch dank meist soliden Vorstellungen landete der stets charmant lächelnde Sonnyboy der DTM auf Tabellenrang vier. Von solchen Resultaten konnten die beiden Audi-DTM-Piloten Markus Winkelhock und Mike Rockenfeller nur träumen. Dies hat aber weniger mit fahrerischer Klasse zu tun.

Oliver Jarvis fährt 2010 im neuen DTM-A4

Schuld daran ist eher die Tatsache, dass die beiden Deutschen mit Audi A4 aus dem Vorjahr antreten mussten. In Gebrauchtwagen kämpft man in der DTM meist auf verlorenem Posten - trotz des reglementsbedingten Gewichtsvorteils, der in diesem Jahr bis zu 30 Kilogramm betrug. Dennoch gelang es Winkelhock gelegentlich, Akzente zu setzen. Beim Saisonauftakt rundete der Schwabe als Vierter den Vierfach-Erfolg von Audi ab. Das gleiche Kunststück glückte ihm im August beim Rennen auf dem Nürburgring. Am Ende addierte man für Winkelhock elf Meisterschaftszähler: insgesamt Rang zehn. Sein großes Ziel, 2010 im aktuellen Audi A4 fahren zu dürfen, der durch Tom Kristensens DTM-Rücktritt frei wurde, verpasste der 29-Jährige jedoch knapp. Dieses Cockpit bekommt der Brite Oliver Jarvis, der Neuntplatzierte in der Tabelle.

Rallye-Ass Armin Schwarz ärgert sich über Zweitplatzierung

Ein charakterbildendes DTM-Jahr verbuchte Mike Rockenfeller. Zwei siebte Plätze waren die Highlights für den 26-Jährigen. Vier Punkte - das bedeutete den enttäuschenden 14. Platz in der Meisterschaft. Auf eine sehr erfreuliche Saison in der amerikanischen Score-Serie kann Rallye- Ass Armin Schwarz zurückblicken - auch wenn er den ganz großen Erfolg knapp verpasste. Beim letzten der aus fünf Offroad-Rennen bestehenden Score-Serie, der Baja 1.000 in Mexiko, schaffte der 121-fache WM-Starter zusammen mit seinem Partner Martin Christensen Platz zwei - das war aber zu wenig für den Titelgewinn. Die beiden mussten sich mit der Vizemeisterschaft in der Klasse der Unlimited Buggys begnügen.

"Das hat uns anfangs alle etwas gewurmt", rekapitulierte Schwarz. "Bis zur Hälfte der 1.082-Kilometer-Distanz lag ich in der Buggy-Klasse vorn. Armin Kremer lag hinter mir auf Platz zwei der Klasse. Ich fuhr zeitweise auf Platz drei des Gesamtklassements, also mitten unter den viel stärkeren Trophy Trucks." Aber Ölverlust aus dem Getriebe erzwang eine 20-minütige Reparaturpause. "Im Ziel fehlten uns auf die Sieger ganze 13.48 Minuten", ärgerte sich Schwarz. Kremer und sein Partner Andreas Aigner hatten beim Saisonhöhepunkt Ärger mit der Lichtmaschine. Dies warf sie auf Platz 13 zurück.

Beim 24-Stunden Rennen Le Mans war Stefan Mücke bester Deutscher

Die Fahrer mit dem auto motor und sport-Logo waren auf fast allen Kontinenten unterwegs: In Asien schlug sich Christian Menzel erfolgreich. Der 38-Jährige aus Langenfeld sicherte sich den Gesamtsieg im Porsche Carrera-Cup Asien. "So ein Sieg tut schon gut", atmete Menzel auf.

In den USA sowie in Le Mans ging Marco Werner an den Start. Der Audi-Werksfahrer wurde in seinem 25. Jahr als Motorsportler allerdings nicht vom Glück gestreift. Platz vier beim verregneten 1.000-Meilen-Rennen in Road Atlanta war das Highlight für den ALMS (American Le Mans Series)-Champion von 2008. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans hatte Werner früh Feierabend, nachdem sein Kollege Lucas Luhr mit dem R15 TDI unsanft in der Leitplanke gelandet war.

auto motor und sport und hochkarätiger Rennsport, das passt gut zusammen

Bester Deutscher beim 24-Stunden-Klassiker an der Sarthe war so Stefan Mücke. Zusammen mit den Tschechen Jan Charouz und Tomas Enge eroberte der Berliner im Aston Martin-Prototyp Platz vier - sehr zur Freude von Vater Peter Mücke, der seinerseits mit einem Ford Capri bei historischen Rennen für Aufsehen sorgte. Ob in Oldtimern oder im neuen BMW Alpina B6 GT3: Claudia Hürtgen war stets Herrin der Lage. Ihr spektakulärstes Resultat: Platz zwei beim Saisonfinale der GT3-EM in Zolder. Ein anderer Motorsport-Tausendsassa setzte seine Duftmarken auf der Nordschleife des Nürburgrings: Uwe Alzen gründete im Winter sein eigenes Team. Mit dem Porsche 911 GT3 Cup schaffte er gegen sehr starke Konkurrenz den hervorragenden vierten Platz beim 24-Stunden-Rennen.

Wie so oft kommt das Beste zum Schluss: auto motor und sport war bei allen Rennen der Formel 3-Euroserie mit von der Partie. Alle Fahrer der erstklassigen Nachwuchsmeisterschaft trugen das rote Logo auf dem Overall, direkt über dem Herzen. Zudem prangte der Schriftzug auf dem Siegerpodest. Eine perfekte Kombination, finden wir - auto motor und sport und hochkarätiger Rennsport, das passt gut zusammen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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