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BMW

Der Favoritenschreck

Foto: X-Raid 6 Bilder

Auf den schmalen Pisten der Sahelzone war der BMW X3 des kleinen X-Raid-Teams schon in seinem Premierenjahr 2006 bei der Musik, nun hat die Mannschaft mit Neuzugang Jutta Kleinschmidt den bayerischen Renner vor allem für den tiefen Sand fit gemacht.

29.12.2006 Markus Stier

"Ich gehe davon aus, dass die Dakar auch 2007 in Mauretanien entschieden wird", sagt Jutta Kleinschmidt über die vier schweren Sandetappen im Mittelteil der Rallye. "Alle Ideen, die ich hatte, sind auch umgesetzt worden", sagt die Dakar-Siegerin 2001 stolz. Äußerlich unterscheidet sich der X3 nur unwesentlich von seinem ein Jahr alten Bruder, doch insgesamt ist ein Drittel der Teile neu.

Für die Steigerung des BMW im weichen Sand ist ein modifiziertes Fahrwerk mit neuen Gelenken und geänderter Abstimmung verantwortlich. Differenziale und Antriebswellen sind neu, das Getriebe überarbeitet. Einen spürbaren Effekt liefert eine neue Gesamtübersetzung. War der BMW früher für Geschwindigkeiten bis Tempo 208 gut, beschränkt sich der Renner von Teamchef Sven Quandt nun auf 198 km/h. "Wir haben ausgerechnet, dass man bei einer Dakar höchstes sechs Minuten Top-Speed fährt", sagt Quandt. Mit seiner stark an die Serie angelehnte Karosse hat der X3 bei hohen Geschwindigkeiten ohnehin leichte Nachteile gegenüber den reinen Rennwagen-Konstruktionen von VW und Mitsubishi.

Sven Quandt: "Jutta mit gebremstem Schaum"

Viel Detailarbeit leistete X-Raid mit Hilfe von BMW in deren Windkanal. Die Luftführung und Anströmung der Kühler ist gegenüber 2006 stark verändert, was der thermischen Gesundheit des Motors zugute kommt. Musste der 286 PS starke Sechszylinder-Turbdiesel mit Registeraufladung im Vorjahr wegen Überhitzung im weichen Sand noch zeitweilig im Notprogramm mit gebremster Leistung fahren, hat Magna Steyr die Schutzfunktionen des Motors stark überarbeitet.

Dass der X3 sich besonders auf weichem Geläuf gesteigert hat, ist nicht zuletzt einem stark reduzierten Gewicht zu verdanken. Dennoch ist der BMW gemäß den Regeln mit 1900 Kilogramm der schwerste unter den Top-Rennern.

Den eher unauffälligen sechsten Rang in Dubai will Teamchef Quandt nicht allzuhoch bewerten. "Jutta ist mit gebremsten Schaum gefahren", sagt er. Bei der Dakar habe der Rückstand seines Autos auf den Sandetappen noch bei vier bis sechs Sekunden gelegen, nun sei es nur noch knapp eine Sekunde pro Kilometer. " Den Mitsubishi MPR12 können wir mittlerweile schlagen", sagt Quandt. Das einzige Problem ist, dass Mitsubishi bereits den MPR 13 aus der Taufe gehoben hat.

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