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Dakar 2009

Die Favoriten auf den Gesamtsieg

Carlos Sainz / Stephane Peterhansel Foto: Volkswagen 24 Bilder

Es ist relativ sicher, dass 2009 zum ersten Mal ein Dieselfahrzeug die Rallye Dakar gewinnen wird. Doch welches der drei Spitzenteams macht am Ende das Rennen - Mitsubishi, Volkswagen oder BMW?

23.12.2008 Tobias Grüner

Mitsubishi strebt in Südamerika nach dem achten Dakar-Sieg in Folge. Doch die Konkurrenz von Volkswagen und BMW hat nochmals aufgerüstet, um die japanischen Platzhirschen in der Pampa verstärkt unter Druck zu setzen. Dabei scheinen die Chancen Mitsubishi zu schlagen in Argentinien und Chile besser zu sein als noch in der Vergangenheit. Wir haben die Top-Teams verglichen.

Mitsubishi Racing Lancer:
 
Beim Titelverteidiger hat sich im Vergleich zum Vorjahr einiges geändert. Das neue Sportgerät der Mannschaft von Teamchef Dominique Serieys trägt nicht nur einen neuen Namen, sondern auch eine veränderte Silhouette und einen neu entwickelten Sechszylinder-Diesel. Im Vergleich zum Benziner im alten Pajero soll der Selbstzünder in Racing Lancer 25 PS mehr und damit nun 280 PS bereitstellen. Das Drehmoment stieg sogar von 412 auf 650 Newtonmeter.
 
Ein weiteres wichtiges Argument für den Diesel ist der geringere Spritverbrauch. Gerade auf längeren Etappen macht sich die Gewichtsersparnis positiv bemerkbar. Ob das neue Aggregat allerdings schon im ersten Jahr mit den länger erprobten Triebwerken der Konkurrenz mithalten kann, muss sich erst noch zeigen.
 
Um konkurrenzfähig zu sein wurden laut Technikchef Thierry Viardot auch bei der Gewichtsverteilung und im Cockpit deutliche Verbesserungen im Gegensatz zum erfolgreichen Vorgänger erzielt. Keine Veränderungen gab es dagegen beim Fahrerpersonal: Mitsubishi vertraut seiner bewährten und erfahrenen Truppe um den neunmaligen Dakar-Sieger Stephane Peterhansel. Neben der Speerspitze gehen auch Hiroshi Masuoka, Luc Alphand und Nani Roma an den Start.

VW Race Touareg 2:
 
Volkswagen läuft einem Sieg bei der Dakar nun schon seit 2004 hinterher. Oft war man knapp dran, 2007 hatten die Blauen sogar einen überlegenen Grundspeed. Zum großen Erfolgserlebnis hat es dennoch nie gereicht. Vor allem wegen der schlechteren Zuverlässigkeit musste man den Mitsubishis ein ums andere Mal den Vortritt lassen. Auf dem neuen Kontinent soll sich das Blatt jedoch endlich wenden.
 
Bei den Vorbereitungs-Rallyes in Rumänien, Portugal und Brasilien erwies sich das Material als widerstandsfähig. Einen Vorteil erhofft sich die Mannschaft um VW-Sportchef Kris Nissen vor allem vom bewährten 280 PS-Fünfzylinder TDI unter der Haube des Race Touareg 2. Die Wolfsburger haben bereits seit 2003 Erfahrung mit dem Selbstzünder im Wüsteneinsatz und alles andere als ein Erfolg 2009 wäre eine Enttäuschung.
 
Auch VW setzt bei den Piloten auf bekannte Namen: "Wir haben eine erfahrene Mannschaft, die sehr gut aufeinander eingespielt ist", erklärt Nissen. Vor allem auf dem ehemaligen Rallye-Weltmeister Carlos Sainz ruhen die VW-Hoffnungen. Der Spanier konnte in Argentinien immerhin schon drei Läufe zur Rallye-WM für sich entscheiden. "Ich habe in kaum keinem anderen Land eine so große Leidenschaft der Menschen für Motorsport erlebt wie in Argentinien", freut sich der 46 Jahre alte Madrilene auf die Rückkehr nach Südamerika. Neben "El Matador" gehen auch Giniel de Viliers (Südafrika), Mark Miller (USA) und der ehemalige deutsche Rallyemeister Dieter Depping im Race Touareg 2 an den Start.

BMW X3CC:
 
Die große Unbekannte stellt wieder einmal die Mannschaft von X-Raid BMW. Der in Rüsselsheim beheimatete Rennstall sendet gleich sechs X3-Prototypen auf die Schleife Buneos Aires – Valparaiso – Buenos Aires. Mit insgesamt 80 Mann übertrifft die X-Raid Crew zahlenmäßig sogar die Werksteams von VW und Mitsubishi. Die besten Aussichten auf einen Spitzenplatz haben dabei der Katarer Nasser Al-Attiyah sowie der Franzose Guerlain Chicherit.
 
Genau wie die beiden anderen Spitzenteams setzt auch die Mannschaft um Teamchef Sven Quandt auf Dieseltechnik. Im BMW-Entwicklungszentrum in Steyr haben die Ingenieure ein Triebwerk gebaut, das sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss. Insgesamt 291 PS haben die BMW-Spezialisten dem Dreiliter-Sechszylinder entlockt. Das beeindruckende Drehmoment von 640 Newtonmetern wird über ein sequentielles Fünfgang-Getriebe an die vier Räder verteilt.
 
Mit vier Saisonsiegen bei den Baja-Veranstaltungen in Spanien, Italien, Saudi-Arabien und Ungarn hat der X3CC bereits seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. In Südamerika muss der X3 zeigen, dass er das Tempo auch über die Gesamtdistanz von 9.574 Kilometer gehen kann. Wenn die Zuverlässigkeit passt, könnte X-Raid für die ein oder andere Überraschung sorgen.

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