Dakar 2009: Neue Dimension

Nach der Absage 2008 beschreitet der Rallye-Wüstenklassiker "Dakar" im kommenden Jahr neue Pfade. Die Route führt 2009 von Ozean zu Ozean quer über den südamerikanischen Kontinent.

Knapp 6.000 Spezialprüfungskilometer gilt es in zwei Wochen zwischen dem 3. und 18. Januar 2009 zu bewältigen. Von Buenos Aires geht es ins chilenische Valparaiso und wieder zurück. Wie die ausrichtende Organisation A.S.O. (Amaury Sport Organisation) bekräftigte, soll der Geist der alten Dakar nicht verloren gehen. Auch auf einem neuen Kontinent und ohne die Sahara-Durchquerung will man den Teilnehmern wieder ein echtes Abenteuer bieten.

Dabei ändert der Klassiker vom Profil her deutlich sein Gesicht. "Die Öffnung auf einen Kontinent ebnet den Weg in eine ganz neue Dimension", erklärt Etienne Lavigne, der Direktor der Dakar. Vom Charakter her ist die Veranstaltung in drei Abschnitte geteilt: Im Sommer auf der Südhalbkugel müssen Mensch und Maschine die Ebenen von Patagonien, die Wüstenlandschaften der Atacama und die hochgelegene Passage durch die Anden bewältigen.

Wüste, Pampa, Hochgebirge

Dabei bieten die Landschaften deutlich mehr Abwechslung als die kargen Stein- und Wüstenpisten Nordafrikas. Neben den Steppen- und Pampa-Prüfungen müssen die Teilnehmer auch nicht auf die Herausforderung weicher Sanddünen verzichten. 

Sowohl in Argentinien als auch in Chile soll es viele Gelegenheiten geben, sich einzubuddeln und wertvolle Zeit zu verlieren. Durch die langsamen Hochgebirgsetappen der Kordilleren sinkt zudem das Durchschnittstempo im Vergleich zur "alten" Dakar.

Die Veranstalter legten bei der Streckenpräsentation Wert auf Umweltverträglichkeit und Sicherheit. So will man die Nationalparks weiträumig umkurven und nur dort fahren, wo es ökologisch wenig Schaden anrichtet. Außerdem sollen Teile des Startgelds in Umweltprojekte fließen.

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