Dakar 2009: Spitzenreiter Sainz gibt auf

Spitzenreiter Carlos Sainz hat auf der drittletzten Etappe der Rallye Dakar aufgeben müssen. Nach Informationen der Veranstalter rutschte der Spanier mit seinem VW Touareg offenbar in einen Graben.

Bei dem Unfall soll sich sein französischer Beifahrer Michel Perin an der Schulter verletzt haben. Er wurde er im Hubschrauber ins Biwak geflogen.

Kein Dakar-Sieger mehr im Feld

Sainz war in die zwölfte Etappe von Fiambala nach La Rioja in Argentinien mit einem Vorsprung in der Gesamtwertung von 27:31 Minuten gestartet. Er hatte bislang sechs von zehn möglichen Tagessiegen erzielt und war damit auf dem besten Weg zu seinem ersten Sieg bei der berühmten Dakar. Bei Kilometer 79 der 223 Kilometer langen Prüfung war es damit aber vorbei. Der VW Touareg rutschte in einen Graben, dabei verletzte sich Perin am Schulterblatt. Nach dem Ausfall seines verletzten Co-Piloten ist nun kein früherer Dakar-Sieger mehr im Wettbewerb. Der Franzose hatte von 1994 bis 1996 seinen Landsmann Pierre Lartigue im Mitsubishi Pajero bei dessen Hattrick navigiert.

Miller übernimmt Führung

Die Führung übernahm Sainz' Markenkollege Mark Miller, der zur Mitte der um 30 Kilometer verkürzten Prüfung 15:54 Minuten vor dem von Zitzewitz und dessen südafrikanischen Fahrer Giniel de Villiers lag. Etwas abgeschlagen mit einem Rückstand von 1:03,24 Minuten rückte der Spanier Juan 'Nani' Roma im einzigen noch im Rennen Mitsubishi Lancer auf. Die Donnerstag-Etappe war aufgrund vor einem Monat gemachter archäologischer Funde in der Gegend um Fiambala und insbesondere wegen Überresten auf der Strecke des Rallye-Parcours reduziert worden.


Härteste Dakar aller Zeiten

Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen hatte schon am Dienstagabend nach der Durchquerung der gnadenlosen Atacama-Wüste befürchtet: "Trotz behaupteter Dreifachführung sollte aber niemand glauben, dass wir schon auf der sicheren Seite sind. Die nächsten Tage werden wieder extrem hart - und auch wenn ich mich wiederhole: Wir haben zwar viel erreicht, aber noch nichts gewonnen. Dazu muss erst einmal die Rallye selbst bezwungen werden, denn sie war und ist der härteste Gegner. Schon jetzt kann man sagen: Sie ist die härteste Dakar aller Zeiten."

Ergebnis nach der 12. Etappe:

1. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) - VW  Touareg 43:46:58 Std.;

2. Mark Miller/Ralph Pitchford  (USA/Südafrika) - VW Touareg + 2:35 Min.;

3. Robby Gordon/Andy  Grider (USA) - Hummer + 1:18:52 Std.;

4. Ivar Erik Tollefsen/Quin  Evans (Norwegen/Großbritannien) - Nissan Navara + 5:48:21;

5.  Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (Polen/Belgien) - Nissan Navara  + 6:44:42;

6. Dieter Depping/Timo Gottschalk (Wedemark/Berlin) - VW  Touareg + 8:33:23;

7. Miroslav Zapletal/Tomas Ourednicek  (Tschechien) - Mitsubishi L 200 + 10:49:36;

8. Leonid Nowizky/Oleg  Tjupenkin (Russland) - BMW X3 + 13:19:06;

9. Guerlain  Chicherit/Matthieu Baumel (Frankreich) - BMW X3 + 14:56:00;

10.  Bruce Garland/Hiroaki Suzuki (Australien) - Isuzu D-Max 1 + 18:17:40 

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dpa

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