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Dakar 2009

Zweiter Etappensieg für Sainz

Carlos Sainz Foto: VW 95 Bilder

Update ++ Motorrad-Pilot gestorben ++ Der Spanier Carlos Sainz hat sich am Dienstag (6.1.) in einem engen Fight mit Nasser Al-Attiyah den zweiten Tagessieg geschnappt und damit seinen Vorsprung an der Spitze um sechs Sekunden auf 3:46 Minuten ausgebaut.

07.01.2009

Mit seiner zweiten Tagesbestzeit im VW Touareg vergrößerte der zweifache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz aus Madrid am Dienstag seinen Vorsprung auf Verfolger Nasser Al-Attiyah (Katar) im BMW X3 des privaten deutschen X-Raid-Teams um sechs Sekunden auf 3:46 Minuten.
 
Den dritten Platz mit einem Rückstand von 11:33 Minuten behauptete auf der vierten Etappe der Deutsche Dirk von Zitzewitz mit seinem südafrikanischen Piloten Giniel de Villiers im zweiten VW Touareg.

Enger Fight um den Etappensieg

Sainz und sein Rivale Al-Attiyah, ebenfalls schon zweifacher Etappensieger, lieferten sich beim Aufstieg zum 1.314 Meter hohen Col Calderon ein spannendes Duell, das letztlich der Spanier knapp für sich entschied.
 
Der dreifache deutsche Rallye-Meister Dieter Depping (Wedemark) und Matthias Kahle (Köln) setzten nach Startschwierigkeiten ihre Aufholjagd im Gesamtklassement fort. Depping im VW Touareg rückte um einen Platz auf den 13. Rang (Rückstand: 1:23:31 Stunden) vor. Der sechsfache deutsche Champion Kahle im privaten Honda-Buggy verbesserte sich vom 28. auf den 21. Platz (Rückstand: 4:29:36 Stunden).

Mitsubishi fährt weiter hinterher

Das mit zwölf Erfolgen sieggewohnte Mitsubishi-Team hat mit dem neuen Diesel-Lancer auch auf der 484 Kilometer langen Etappe von Jacobacci nach Neuquen Zeit eingebüßt. Der frühere Dakar-Champion Stéphane Peterhasel (neun Siege) aus Frankreich verlor 6:34 Minuten auf Sainz, konnte aber als bester Mitsubishi-Pilot seinen vierten Platz mit einem Rückstand von 15:41 Minuten verteidigen.

Unfälle fordern erstes Opfer

Einige schwere Unfälle zu Beginn der Veranstaltung haben allerdings den sportlichen Wettkampf überschattet. Bei den Zweiradpiloten hat es sogar ein erstes Todesopfer gegeben. Der Motorradfahrer Pascal Terry aus Frankreich wurde tot aufgefunden. Der 49 Jahre alte Yamaha-Pilot war seit Sonntag (4.1.) nach der Etappe von Santa de la Pampa nach Puerto Madryn von der Dakar-Organisation vermisst worden. Damit erhöht sich die Zahl der Toten seit der ersten Dakar 1979 auf 56.

Polizei und Justizbehörde der argentinischen Provinz Las Pampas wollten noch keine weiteren Angaben zu dem Todesfall machen. Zunächst müssten die Umstände, die zum Tod von Terry geführt hätten, geklärt werden. Der Franzose wurde nach Angaben der Organisatoren am Mittwochmorgen mit Wasser und Lebensmitteln, aber in einem Bereich mit dichter Vegetation gefunden, etwa 300 Meter von der Piste entfernt zwischen Santa Rosa und Puerto Madryn. Die Leiche solle nun obduziert werden, um die Todesursache zu klären. Nach Informationen aus Kreisen der Rallye-Organisation ist Terry aber nicht an den Folgen eines Unfalls gestorben.

Technikfehler erschwerte Suche

Das Sicherheitsfahrzeug, das am Ende einer Etappe die Route abfährt, um Fahrer, die verunglückt sind oder sich verfahren haben, aufzunehmen, habe Terry am Sonntag nicht gefunden. Terry habe sich am Sonntag noch über sein Initrack gemeldet und angegeben, ihm sei der Sprit ausgegangen. Das Signal des Initracks sei danach verstummt und erst wieder kurz vor dem Auffinden der Leiche empfangen worden. Die Gendarmerie und der Zivilschutz seien von Anfang an über den Vermissten informiert worden. Warum das Gerät so lange nicht gesendet hat, wurde nicht gesagt.

Bei der letzten Dakar 2007 in Afrika verunglückte der 29 Jahre alte Australier Elmer Symons mit seinem Yamaha-Motorrad tödlich. Kurz vor dem Ziel in Dakar stürzte der 41 Jahre alte Franzose Eric Aubijoux von seinem Motorrad und starb an einem Herzanfall.

Am Samstag (3.1.) beim Auftakt von Buenos Aires nach Santa Rosa de la Pampa waren die Briten Paul Green und Matthew Harisson mit ihrem Auto-Eigenbau verunglückt. Beide wurden mit schweren inneren Verletzungen ins Krankenhaus von Santa Rosa gebracht und in ein künstliches Koma versetzt. Die argentinischen Ärzte hoffen, beide am Donnerstag wieder aus dem Koma zurückführen zu können.

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