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Dakar 2010 - 3. Wertungsprüfung

Peterhansel schiebt sich vor Touareg-Trio

Stephane Peterhansel Foto: dpa 111 Bilder

Mit seinem ersten Tagessieg bei der Dakar 2010 hat BMW-Pilot Stéphane Peterhansel am Montag (4.1.) die Führung in der Gesamtwertung erobert. Dem neunfachen Dakar-Sieger hängen allerdings drei Race Touaregs im Nacken.

04.01.2010 Tobias Grüner

Erneuter Führungswechsel bei der Dakar in Südamerika: X-Raid-BMW-Pilot Stephane Peterhansel kam auf der anspruchsvollen dritten Etappe am besten zurecht und sicherte sich mit einer fast fehlerfreien Fahrt die Tagesbestzeit. "Wir haben den ganzen Tag attackieren können. Das war ein guter Start in die Wüste", freute sich der Franzose am Abend im Biwak.


Sand, Geröll und hohes Gras

Auf der 182 Kilometer langen Prüfung von La Rioja nach Fiambalá in Argentinien stieg der Schwierigkeitsgrad mit Geröllstrecken, weichem Sand und ersten hohen Dünen deutlich. "Die Etappe war sehr abwechslungsreich mit viel Sand und hohem Gras dazwischen. Auch das Material wurde arg strapaziert", berichtete der neue Gesamtführende von seinem Tagesritt.

Nicht alle kamen mit den Bedingungen so gut zurecht. X-Raid-Teamkollege Nani Roma, der nach der ersten Etappe noch geführt hatte, rollte sich mit seinem X3 abermals über das Dach ab und musste anschließend ärztlich behandelt werden. "Er hat sich genau dort überschlagen, wo sich im vergangenen Jahr auch Carlos Sainz gerollt hat. Das ist sehr trickreich", versuchte Peterhansel das Missgeschick seines BMW-Kollegen zu entschuldigen.

Sainz erster Verfolger von Peterhansel

Sainz hingegen hat aus seinem Fehler des Vorjahres gelernt. "El Matador" fuhr kontrolliert und ging vergleichsweise wenig Risiko ein. Mit der zweitbesten Zeit des Tages sicherte sich der Spanier auch in der Gesamtwertung Rang zwei hinter Peterhansel. "Das war eine physisch und fahrerisch extrem anstrengende Etappe mit unglaublich hohen Temperaturen im Cockpit. Wir haben zwar heute ein bisschen Zeit auf Stéphane Peterhansel verloren. Doch gerade zu Beginn einer Dakar ist es wichtig, das Auto unversehrt ins Ziel zu bringen. Unsere Tage kommen noch."

Seinem Teamkollegen erging es nicht ganz so gut. Der am Morgen in Führung gestartete Nasser Al Attiyah büßte bei einem Reifenschaden wertvolle Minuten ein. Zudem verlor der Araber kurzzeitig die Orientierung: "Mein Beifahrer Timo Gottschalk musste aussteigen, um an einem Canyon nach dem Weg zu suchen. Das hat Zeit gekostet, doch es kommen noch genug Gelegenheiten, sie wieder aufzuholen."

Noch schlimmer erwischte es Vorjahressieger Giniel de Villiers. Genau wie Roma rollte sich der Südafrikaner mit seinem Race Touareg über die Seite ab und verlor massiv an Zeit. Mit Mark Miller konnte sich immerhin der vierte VW-Pilot in der Spitzengruppe behaupten und sich auf Rang vier festsetzen.

VW überrascht über Schwierigkeitsgrad

VW-Motorsportchef Kris Nissen gab sich nach der ersten schweren Etappe etwas zerknirscht: "Wir haben gewusst, dass es ab heute sehr viel anspruchsvoller werden würde. Wir waren allerdings ein wenig überrascht, wie schwierig es tatsächlich war und wie langsam die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke gewesen ist."

Besonders der große Rückstand von de Villiers schmeckte dem Dänen gar nicht: "Nach einem Fahrfehler hat er das Auto auf die Seite gelegt und dabei den Motor beschädigt. Das konnte leider nicht vor Ort repariert werden und Giniel musste lange auf den Racetruck warten." Am Abend hob Nissen aber auch die positiven Seiten hervor. "Platz zwei, drei und vier ist trotzdem gut. Die nächsten Tage werden noch einmal sehr schwierig. Das Motto lautet zunächst einfach Überleben."

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