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Dakar 2010 - die Favoriten

X-Raid macht Jagd auf die Race Touaregs

Xraid BMW Dakar Foto: Xraid 21 Bilder

Im Vorjahr konnten die X-Raid BMW den Touaregs von VW nur zu Beginn etwas entgegensetzen. 2010 soll die Gegenwehr bis zum Ende anhalten. Verbesserungen am Auto und ein Dakar-Rekordsieger sollen dabei helfen.

26.12.2009 Tobias Grüner

Im Kampf gegen die übermächtig erscheinende VW-Mannschaft nicht X-Raid gerne die Rolle des Außenseiters ein. Schon 2009 hatte kaum einer mit der Truppe um Teamchef Sven Quandt gerechnet. Am Ende konnte man die Race Touaregs immerhin ein bisschen ärgern. Nasser al Attiyah war der einzige im Feld, der das VW-Tempo mitgehen konnte.

2010 soll es mehr geben als nur Achtungserfolge. Dafür hat die Mannschaft aus dem hessischen Trebur über den Sommer hart gearbeitet. 5.000 Testkilometer wurden abgespult, um das Fahrwerk zu verbessern. Kaum ein Bauteil an den Dakar-Protypen ist so entscheidend für den Erfolg wie die Dämpfer.

Zuverlässigkeitsprobleme behoben?

Im Vorjahr sorgten jedoch vor allem die Wasserkühler für Probleme. Sie mussten von den Piloten immer wieder mühsam von Dreck befreit werden. Al Attiyah verzichtete einmal zu oft auf die Serviceaktion, ignorierte alle Warnlichter und schied schließlich mit überhitztem Motor aus. In diesem Jahr wurde die Luftzufuhr derart modifiziert, dass die Kanäle nicht mehr so leicht verstopfen. Ganz auszuschließen ist das Problem wegen der Kühler-Anordnung im Vorderbau allerdings nicht.
 
Auch am Motor wurde noch einmal Hand angelegt. Die BMW-Ingenieure im österreichischen Steyr verpassten dem Sechszylinder-Diesel ein paar Extra-PS. Schon im Vorjahr war das Aggregat mindestens genauso stark wie der Fünfzylinder von Konkurrent VW. X-Raid gibt die Leistung des registeraufgeladenen Selbstzünders mit 290 PS an. Wichtiger als die reine Kraft ist in losem Gelände allerdings das bärenstarke Drehmoment von 650 Nm. Der Top-Speed von 182 km/h spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Peterhansel soll Erfolg bringen
 
Die wichtigste Änderung gegenüber dem Vorjahr sitzt allerdings im Cockpit. Mit dem neunfachen Dakar-Sieger Stephane Peterhansel konnte sich Quandt einen mehr als adäquaten Ersatz für den zu BMW abgewanderten Al Attiyah angeln. Der Franzose wird mit seiner Dakar-Erfahrung nicht so leicht die Nerven verlieren, wenn Sainz & Co. auf den ersten Prüfungen wieder mächtig angasen.

Viel Erfahrung befindet sich auch auf den Beifahrersitzen der drei X3 des Team Germanys. Peterhansel kann sich auf die Anweisungen seines langjährigen Co-Piloten Jean-Paul Cottret verlassen. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Ex-Mitsubishi-Mann Nani Roma bekommt Michel Perin zur Seite gestellt. Der Franzose hat noch eine Rechnung mit VW offen. Im Vorjahr navigierte er Carlos Sainz beinahe zum ganz großen Erfolg. Auch der dritte X-Raid-Pilot, Guerlain Chicherit, kann mit Kristina Thörner auf eine erfahrene Dakar-Veteranin vertrauen.

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