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Dakar 2015 Blog 6

Unglaublicher Wüsten-Käfer aus Belgien

01/2015, Dakar Blog 6 Henrard Foto: Henrard 23 Bilder

Der ehemalige VW-Werksfahrer Stéphane Henrard wirbelt mit seinem Käfer-Buggy ordentlich Staub auf. Die Eigenkonstruktion des Belgiers wird von einem serienmäßigen, 250 PS leistenden V6-Diesel aus dem Touareg angetrieben. Am Ruhetag rangierte der Belgier auf dem 36. Platz - eine sehr respektable Leistung.

13.01.2015 Claus Mühlberger Powered by

Diese Idee hat wirklich Charme: Der Wüsten-Buggy des Belgiers Stéphane Henrard und seinem Navigator Bruno Barbier sieht auf den ersten Blick aus wie "Herbie", der überaus talentierte Käfer aus dem berühmten Walt Disney-Film.

Nach acht Rallyetagen steht fest: Der Wüsten-Käfer, der von seinem Schöpfer auf den Namen "Dunbee" getauft wurde, lässt sich auch von gewaltigen den Hindernissen und Strapazen der Dakar-Rallye nicht schrecken. Henrard/Barbier gehören zu den Wenigen, die Iquique ohne große Probleme erreicht haben. Die Belgier liegen auf Platz 36. Von den 143 in Buenos Aires gestarten Auto-Crews haben es nur 72 nach Iquique geschafft.

Kompakter Renner zum kleinen Preis

Der frühere VW-Fahrer Henrard betrachtet diese Dakar-Rallye als Startschuss für ein Kundensport-Projekt: "Viele Privatfahrer trauen es sich nicht zu, einen der riesigen Buggy von SMG oder gar einen Mini oder Toyota Hilux zu fahren", sagt der schlaksige 49-Jährige. "Diese Leute wären in meinem Team im Dunbee bestens aufgehoben. Der Dunbee ist kompakt, leicht zu fahren, dank Dieselmotor sehr leise und wegen des langen Federwegs ist er viel komfortabler als die Allradautos. Und Servolenkung haben wir selbstverständlich auch."

Ein nicht gerade unwichtiger Aspekt ist der Preis: Henrard will für die Dakar 2016 ein Komplettpaket anbieten. "Automiete und Service werden zwischen 150.000 und 180.000 Euro kosten", sagt er. Zum Vergleich: Bei SMG liegt der Mietpreis für einen V8-Buggy bei knapp 500.000 Euro, bei Toyota und Mini ist für ein Top-Auto rund das Doppelte fällig.

Abstriche beim Fahrspaß müssen künftige Dunbee-Piloten nicht befürchten: Der 2,20 Meter breite Hecktriebler wiegt nur 1.300 Kilogramm. Das kommt dem flinken Handling entgegen. Der V6-Diesel-Motor ist eine Leihgabe aus dem VW Touareg. Geschaltet wird mit einem Fünfgang-Renngetrienbe von Fortin.

Dunbee setzt auf Serienmotor

"Der Motor ist absolut serienmäßig", sagt Henrard. "Und mit 250 PS und 650 Newtonmeter hat er genug Kraft, um auch in den Dünen sehr gut vorwärts zu kommen. Ehrlich gesagt, in den Dünen kann ich machen was ich will, der Dunbee ist nicht zu bremsen."

Das geringe Gewicht - der Dunbee ist rund 300 Kilo leichter als die ebenfalls heckgetriebenen Peugeot 2008 DKR - schont auch die Reifen. "In den ersten acht Tagen hatten wir keinen einzigen Platten", schwört Henrard, der 2003 bei der Dakar-Rallye auf dem sechsten Gesamtrang einlief.

Dank des verbrauchsgünstigen Dieselmotor genügt dem Dunbee ein 200-Liter-Tank, um die geforderte Mindestreichweite von 800 Kilometern zu schaffen.

"An den meisten Tagen müssen wir vor dem Start nicht mal volltanken“, sagt Henrard.

Für solvente Interessenten hier die Website des Belgiers: www.henrard-racing.com

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