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Dakar

Alphand-Sieg mit Trauerflor

Foto: Mitsubishi 33 Bilder

Die Rallye Dakar ist erstmals ohne ein sportliches Finale beendet worden. Angesichts der zwei tödlich verunglückten jungen Zuschauer am Freitag und Samstag verzichtete die Organisation auf eine Wertung der letzten Etappe. Damit sicherten sich der Franzose Luc Alphand (Mitsubishi Pajero) und in der Motorrad-Wertung der Spanier Marc Coma (KTM) ihre ersten Dakar-Siege.

15.01.2006

Eigentlich hätten noch 110 Streckenkilometer (davon 31 als Wertungsprüfung) auf dem Programm des Finaltages der 27. Rallye Dakar auf dem Programm gestanden. Doch nachdem auf den vergangenen beiden Etappen zwei Kinder bei Unfällen ums Leben gekommen waren, entschied sich Rallye-Chef Etienne Lavigne, die Show-Etappe von Dakar zum Lake Rose ohne Wertung durchzuführen.

Durch die Todesfälle fällt ein Schatten auf die ansonsten tadellose sportliche Leistung von Luc Alphand und Beifahrer Gilles Picard. Für den japanischen Automobilhersteller Mitsubishi war es der elfte Dakar-Erfolg und der sechste Sieg nacheinander. Der Sieg von Alphand wurde nicht zuletzt durch Vorjahressieger und Teamkollege Stéphane Peterhansel möglich gemacht, der an seinem Pajero am Donnerstag (12.1.) in Führung liegend die Hinterradaufhängung beschädigte und auf Rang vier hinter den dritten verbliebenen Mitsubsihi von Nani Roma zurückfiel.

Jutta Kleinschmidt: "Erfolge nicht programmierbar."


Hauptgegner VW, mit fünf Autos in Lissabon angetreten, belegte die Ränge zwei (Giniel de Villiers), fünf (Mark Miller), acht (Bruno Saby) und elf (Carlos Sainz). Ausgerechnet Jutta Kleinschmidt, die zeitweilig als beste Mitsubishi-Jägerin auf Rang drei gelegen hatte, musste nach Unfall und Aufhängungsbruch in der letzten Woche aufgeben. Es bleibt lediglich der Trost, dass der zweite Rang von de Villiers die beste Platzierung ist, die je ein Diesel bei dem Wüstenmarathon erobert hat.

"Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber Erfolge kann man nicht programmieren. Ich persönlich hätte mir mehr Sand gewünscht, obwohl wir dort noch ein kleines Defizit haben. Unser Ausfall war unglücklich, doch wir hatten das Rennen schon vorher beim Festfahren verloren", sagte Jutta Kleinschmidt im Ziel. Auch die übrigen deutschen Teilnehmer Matthias Kahle und Ellen Lohr kamen nach Defekten nicht in Dakar an.

Erfreulich aus deutscher Sicht lief es lediglich für die Beifahrer. Dirk von Zitzewitz geleitete Mark Miller im VW auf Rang fümf, Teamkollege Andy Schulz gewann mit Carlos Sainz vier Etappen und Peter Göbel erreichte das Ziel in Dakar im MAN-Trruck neben Franz Echter als Achter.

Rallye Lissabon - Dakar. Endergebnis nach 15 Etappen:

1. Alphand/Picard (F/F), Mitsubishi Pajero Evo: 53:47.32 Std.
2. de Villiers/Thörner (RSA/S), VW Race Touareg: + 17.53 Min.
3. Roma/Magne (E/F), Mitsubishi Pajero Evo: + 1:50.38 Std.
4. Peterhansel/Cottret (F/F), Mitsubishi Pajero Evo: + 3:20.24 Std.
5. Miller/von Zitzewitz (USA/D), VW Race Touareg: + 3:23.25 Std.
6. Schlesser/Borsotto (F/F), Schlesser-Ford: + 4:09.23 Std.
7. Sousa/Lurquin (P/B), Nissan Pick-up: + 5:40.11 Std.
8. Saby/Périn (F/F), VW Race Touareg: + 8:14.45 Std.
9. Chicherit/Baumel (F/F), BMW X3: + 8:25.13 Std.
10. Magnaldi/Debron (F/F), Schlesser-Ford: + 8:25.57 Std.
11. Sainz/Schulz (E/D), VW Race Touareg: + 10:03.46 Std.

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