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Dakar Blog: Tag 11

Peterhansel - Anbandeln per Bergegurt

Stephane Peterhansel Foto: dpa 119 Bilder

Auch auto motor und sport ist bei der Rallye Dakar 2011 live dabei. Reporter Claus Mühlberger versorgt Sie in seinem Blog täglich mit den heißesten Geschichten aus dem Biwak. Tag 11: Wie Andrea Mayer Stephane Peterhansel für immer an den Haken nahm.

13.01.2011 Claus Mühlberger

Die Dakar bietet Extreme aller Art. Am Mittwoch waren es die Temperaturen. Am knapp 4.900 Meter hohen Paso San Francisco wurden die Teilnehmer schockgefrostet, bei MINUS acht Grad. Viele Motorradfahrer machten immer wieder Halt, um sich die Hände an den Auspuffgasen ein bisschen aufzuwärmen. Mittags um zwölf war dies nicht mehr nötig.

Tiefkühlhaus und Glutofen - Dakar der Extreme

Am Start der Sonderprüfung in den immerhin noch 1.500 Meter hoch gelegenen Fiambala herrschten schon wieder 35 Grad im Schatten. VW-Motorenchef Donatus Wichelhaus registrierte sogar bis zu 44,5 Grad. Tiefkühlhaus und Glutofen innerhalb von vier oder fünf Auto- respektive Motorradstunden, das gibt´s nicht oft.

Wenden wir uns einer anderen heißen Geschichte zu - der Liebesbeziehung zwischen dem neunmaligen Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel und der deutschen Fahrerin Andrea Mayer. "Vor ein paar Monaten hat mir Stéphane einen Heiratsantrag gemacht", verriet die Allgäuerin. "In Marokko, mit allem drum und dran. Ich habe ja gesagt." Keine Selbstverständlichkeit für die taffe Blondine: "Die ersten drei Antragsteller hatte ich abgelehnt."

Mayer nahm Peterhansel an den Haken

Andrea Mayer - nicht zu verwechseln mit der Motorrad-Fahrerin Tina Meier aus Hamburg - lebt schon seit ein paar Jahren mit ihrem Stéphane zusammen in den Schweizer Bergen. Die 42-Jährige ist alles andere als ein Rennfahrer-Weiblein (engl.: WAGS, Wives and Girlfriends). Diese Spezies trägt ihrem Liebsten ausdauernd den Helm nach und wartet ansonsten den lieben langen Tag darauf, bis der Herr Gemahl endlich frei hat. Sie langweilt sich dabei in der Hospitality tödlich, plappert dummes Zeug und versucht trotzdem, eine gute Figur zu machen.

Eine gute Figur - so viel Galanterie muss sein - macht Andrea Mayer ebenfalls, aber auch auf andere Art und Weise. Sie ist es gewohnt, selbst mit anzupacken, und zwar kräftig. In diesem Jahr startet sie zum zehnten Mal bei der Dakar. Nach Lehrjahren auf dem Motorrad stieg sie um ins Auto. 2004 wurde sie auf einem Mitsubishi starke Fünfte im Gesamtklassement. Ihr Rolle im Team war damals klar definiert: Auf Ankommen fahren und, wenn nötig, den anderen helfen. Damals fügte das Schicksal, dass sie den damaligen Mitsubishi-Piloten Peterhansel an den Haken nahm. So kam man sich näher. Anbandeln per Bergegurt, sozusagen.

Andrea Mayer: Start im X-Raid-Truck

2006 bekam Andrea Mayer trotz Werksvertrag kein Auto mehr von den Japanern. Dies heiß: Erst mal Zwangspause. Bis Mitte 2010. Dann machte ihr BMW-Teambesitzer Sven Quandt das Angebot, einen Renntruck für das X-Raid-Team zu fahren. Bis auf die Quads hat Mayer damit jetzt alle Dakar-Kategorien durch. Auch wenn sie mit dem 14-Tonner oft erst weit nach Mitternacht ins Ziel kommt, verströmt sie immer gute Laune. Ihren Stéphane, der mit seinem BMW-Prototyp auf Platz vier im Gesamtklassement rangiert, sieht sie aber während der Rallye oft tagelang nicht: "Bis ich ins Hotel komme, ist er schon längst weg."

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