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Dakar Blog: Tag 14

Deutsche Dakar-Bilanz - Erfolgreich wie nie

Matthias Kahle - Dakar 2011 Foto: DPPI 119 Bilder

Auch auto motor und sport ist bei der Rallye Dakar 2011 live dabei. Reporter Claus Mühlberger versorgt Sie in seinem Blog täglich mit den heißesten Geschichten aus dem Biwak. Tag 14: Die Bilanz der deutschen Teilnehmer bei der Dakar 2011.

17.01.2011 Claus Mühlberger

Von der schwarz-rot-goldenen Warte aus betrachtet war die Dakar 2011 ein voller Erfolg. In erster Linie natürlich für Volkswagen. Zum zweiten Mal in Folge holte die perfekt eingespielte Mannschaft von Sportchef Kris Nissen einen Dreifachsieg. Die beiden Erstplatzierten, Nasser Al-Attiyah und Giniel de Villiers teilten ihr Cockpit jeweils mit deutschen Beifahrern. Timo Gottschalk wies dem siegreichen Katari den Weg zu vier Tagessiegen sowie zum ganz großen Triumph. Dirk von Zitzewitz fuhr an der Seite von Giniel de Villiers auf Platz zwei.

Das Siegerteam von 2009 holte einen Tagessieg, ausgerechnet im Dünen- und Canyon-Labyrinth Fiambalá in Argentienien, dort wo es ganz besonders auf die Navigationskünste des Copiloten ankommt. "Warum deutsche Beifahrer so gut sind?", sinnierte Timo Gottschalk, der im dritten Anlauf zum ersten Mal siegte. "Wahrscheinlich hat das was mit der typischen deutschen Gründlichkeit zu tun."

Kahle gewinnt Buggy-Klasse

Auf Platz zehn im Gesamtklassement und als Gewinner der Buggy-Klasse liefen der siebenmalige Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle sowie sein Beifahrer und Finanzier Thomas Schünemann in Buenos Aires ein. Diese beiden kamen allerdings zweimal kräftig ins Schwitzen. Auf der allerletzten Wertungsprüfung, der leichtesten Stage der Rallye, ging gleich zweimal der linke Hinterreifen des SMG-Buggy in die Knie, weil der Schlauch der Reifenfüllanlage abgerissen war. "Wir haben gerade mal zehn Minuten Vorsprung auf den Elften ins Ziel gerettet", atmete Beifahrer Schünemann auf.

Die andere Schrecksekunde für Kahle/Schünemann passierte in Fiambalá, als ein durchgescheuertes Kabel den BMW-Turbodiesel lahm legte. Reparaturversuche fruchteten nicht. Die beiden mussten ihren Renntruck warten. Mathias Behringer/Jochen Seiler/Hugo Kopper nahm den Buggy den Haken seines MAN und zerrte ihn 200 Kilometer weit durch schwerstes Gelände. Danach lobte der eine Matthias den anderen Mathias: "Er ist der beste Lastwagenfahrer der Welt."

Schott-BMW auf Rang 20

Je länger die Rallye dauerte, umso besser kamen Stephan Schott und Beifahrer Holm Schmidt mit ihrem BMW-Prototypen zurecht. Am letzten Tag fuhren die beiden auf Platz 13 der Tageswertung. Im Gesamtklassement bedeutete dies Rang 20. Schott wusste nicht so recht, ob er sich darüber freuen sollte oder nicht.

Zwei deutsche Trucks in den Top Ten

Behringer und seine Mitstreiter schafften im Übrigen den sehr guten zehnten Platz in der Lastwagenwertung. Noch besser schlug sich eine andere deutsche MAN-Trucker-Crew: Franz Echter/Detlef Ruf/Artur Klein holten Rang fünf -  hinter den vier unglaublich schnellen und robusten Werks-Kamaz-Prototypen aus Tartastan. Andrea Mayer, die Lebensgefährtin von Stephane Peterhansel, kam bei ihrer Premiere im Lastwagen als 39. ins Ziel.

Jürgen Schröder auf Platz 18

Noch ein deutscher Beifahrer ist der lobenden Erwähnung wert. Jürgen Schröder dirigierte seinen Piloten Alfie Cox aus Südafrika so gut, dass am Ende Platz 18 in der Autowertung heraussprang. Dies, obwohl ihr Nissan immer wieder zum Überhitzen neigte.

Daniel Schröder mit gelungener Premiere

In Buenos Aires feierte Jürgen Schröder auch die Zielankunft seines Sprösslings Daniel, der auf einer KTM 690 ritt. Schröder Junior war mit 21 Jahren der zweitjüngste Teilnehmer an der Dakar 2011. Bei der Premiere Rang 50 - das ist eine wirklich starke Leistung. "Dabei habe ich mich zweimal ordentlich flach gelegt", berichtete Daniel Schröder. "Einmal ging der Ölkühler kaputt. Ich habe ihn mit Zweikomponenten-Kleber geflickt. Das Schwierigste war aber, zwei Stunden zu warten, bis der Kleber richtig ausgehärtet war."

Tina Meier im Pech

Pech hatte die Motorradfahrerin Tina Meier. Die Hamburger Finanzbeamtin musste auf der Etappe nach Fiambalá die Waffen strecken, wegen starker Schmerzen im Unterleib. Ein paar Tage später, in Buenos Aires, bewies Meier bei der Abschlussparty von Red Bull, dass sie wieder voll auf dem Damm ist. In der Disco gehörte sie zu den ausdauerndsten Tänzerinnen.

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