Dakar: Carlos Sainz baut Führung aus

Volkswagen hat seine Chancen auf den ersten Wolfsburger Dakar-Sieg weiter verbessert. Auf der neunten Etappe über 537 Kilometer von La Serena nach Copiapo am Rande der Atacama-Wüste vergrößerte VW-Spitzenreiter Carlos Sainz den Abstand auf seine Verfolger.

Der Spanier liegt nach seinem fünften Tagessieg 19:52 Minuten vor seinem Teampartner Mark Miller (USA). Der Deutsche Dirk von Zitzewitz ist mit seinem südafrikanischen Fahrer Giniel der Villiers (alle VW-Touareg) weiter Dritter. In der Motorrad-Wertung liegt der spanische KTM-Pilot Marc Coma nun 1:04:38 Stunden vor dem Franzosen David Fretigne.

Sainz: Lebensgefahr für die Piloten

Auf der Fahrt durch die chilenische Atacama-Wüste fürchtet Sainz erneute Lebensgefahr für die Piloten. "Der Mensch hat in der Wüste eigentlich nicht viel zu suchen. Ganz egal, ob man zu Fuß, auf einem Motorrad oder in einem Auto unterwegs ist", sagte der spanische Volkswagen-Pilot der Zeitung "Die Welt" (Montag, 12.1.). "Wer schlecht vorbereitet ist, kann in der Wüste schnell den Tod finden." Dass die 30. Auflage der Marathon-Rallye die nächsten drei Todesopfer in der Geschichte des berüchtigten Langstrecken-Rennens gefordert hat, überrascht den zweimaligen Rallye-Weltmeister Sainz kaum noch. "Die Dakar ist wahrscheinlich das härteste Wettrennen der Welt; es liegt in der Natur der Sache, dass dabei Unfälle passieren."

Ebenso nimmt er hin, dass die tragischen Zwischenfälle immer wieder Kritik an dem Rallye-Spektakel laut werden lassen. "Ich respektiere jede Meinung, aber die meisten, die die Dakar verurteilen, wissen gar nichts über das Rennen."

Von Zitzewitz verliert Platz zwei

Im Gesamtklassement verloren Giniel de Villiers und sein Co-Pilot, der Deutsche Dirk von Zitzewitz am neunten Tag ihren zweiten Platz. Das VW-Duo hatte sich verfahren und büßte 15 Minuten ein. Vierter mit einem Rückstand von 58:11 Minuten blieb der Spanier Juan Roma.

In der Motorrad-Wertung behauptete sich Coma an der Spitze. Stark war am Montag in seiner Heimat auch Francisco Lopez, der sich vom siebten auf den vierten Rang (Rückstand: 1:59:19 Stunden) verbesserte. Dritter ist der Franzose Cyril Despres, Sieger der Jahre 2005 und 2007.

Sainz von Fans begeistert

Rallye-Routinier Sainz zufolge ist die Verlegung der Dakar nach Südamerika schon jetzt ein Erfolg. "Ich wusste, dass die Argentinier Motorsport-verrückt sind, aber diese Menschenmassen haben meine Erwartungen übertroffen. Was hier auf den Straßen abgeht, habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt", schwärmte der Spanier.

Stand nach der 9. Etappe

1. Carlos Sainz/Michel Perin (Spanien/Frankreich) - VW Touareg  33:26:07 Std.  
2. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) - VW  Touareg + 19:52 Min.  
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz  (Südafrika/Karlshof) - VW Touareg + 22:58  
4. Joan Nani Roma/Lucas  Cruz Senra (Spanien) - Mitsubishi Lancer + 58:12  
5. Robby  Gordon/Andy Grider (USA) - Hummer + 1:34:17 Std. 
6. Krzysztof  Holowczyc/Jean-Marc Fortin (Polen/Belgien) - Nissan Navara +  3:23:53 
7. Ivar Erik Tollefsen/Quin Evans (Norwegen/Großbritannien)  - Nissan Navara + 4:05:19 
8. Orlando Terranova/Alain Guehennec  (Argentinien/Frankreich) - BMW X3 + 6:04:47 
9. René Kuipers/Filipe  Plameiro (Niederlande/Portugal) - BMW X3 + 6:37:23 
10. Tonnie van  Deijne/ Wouter Rosegaar (Niederlande) - Mitsubishi L200 + 7:04:42 

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dpa

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