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Dakar

Doppelsieg für Mitsubishi

Foto: Mitsubishi 40 Bilder

Die Härte der 27. Rallye Dakar beeindruckten Stéphane Peterhansel und seinen Mitsubishi Pajero wenig. Vor Teamkollege Luc Alphand eroberte der Franzose seinen achten Dakar-Sieg. Jutta Kleinschmidt bescherte VW mit Rang drei ein Erfolgserlebnis.

16.01.2005

Nach rund 9000 Kilometern kam Stéphane Peterhasel mit einem Vorsprung von rund 27 Minuten auf seinen rollenden Geleitschutz Luc Alphand ins Ziel. Vor allem bei den schweren Wüstenetappen in Mauretanien war der Franzose dem Feld davongefahren. Lediglich ein paar Reifenschäden und ein defekter Kolben bremsten Peterhansel auf dem Weg ins Ziel. "Ich hatte Glück, dass das Motorproblem erst zum Etappenende aufgetreten ist", sagte "Peter der Große", der sich seinen zweiten Auto-Sieg in Folge sicherte und seinen achten Dakar-Sieg insgesamt.

Dass das hochvarosierte Mitsubishi-Team "nur" einen Doppelsieg einfuhr lag an der ungestümen Fahrweise von Hiroshi Masuoka, der seinem Evo zu Beginn eine Radaufhängung abriss und später mit Motorschaden ausschied. Wenig Freude hatte Andrea Mayer im Mitsubishi Pickup. Nach zahlreichen Pannen blieb sie bei Halbzeit mit Elektrikschaden liegen. Noch kürzer war der Auftrritt von Ellen Lohr. Ein Defekt an der Benzinversorgung stoppte "Miss Ellie" in ihrem Buggy schon am sechsten Tag.

Fünf Etappensiege für VW

Mehr Erfolg hatte Jutta Kleinschmidt, die als einzige das Tempo der führenden Mitsubishi mitgehen konnte. Nur ein Lenkungsschaden am drittletzten Tag brachte das Erfolgsergebnis für zwei Stunden in Gefahr. Doch der Vorsprung vor dem bestplatzierten Nissan von Giniel de Villers reichte bis ins Ziel. Den erfolgreichen Afrika-Ausflug für VW rundeten Robby Gordon und Bruno Saby ab. Der Amerikaner holte zwei frühe Etappensiege, der Franzose eroberte ebenfalls deren zwei, darunter die finale Etappe nach Dakar. Saby kam schließlich auf Rang fünf ins Ziel.

Bester zweiradgetriebener Starter war der Franzose Thierry Magnaldi, der seinen Buggy mit Honda-Motor auf Platz acht ins Ziel brachte. Mitfavorit Jean-Louis Schlesser war schon früh mit Antriebsschaden gescheitert. Die Ausfallquote war hoch und voller prominenter Namen. So flog der Schotte Colin McRae nach einem Überschlag ebenso vorzeitig nach Hause wie der viermalige Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen und der zweimalige Dakar-Sieger Kenshiro Shinozouka.

Tödliche Unfälle

Die Dakar 2005 war mit ihrem hohen Offroad-Anteil eine der härtesten in der 27-jährigen Geschichte. Schon nach der ersten langen Dünen-Etappe war das Feld so stark auseinander gezogen, dass nur die Hälfte der Teilnehmer zum Start des Folgetages antreten konnte. Die Etappe musste prompt abgesagt werden.

Hart war auch das Wetter. Die Ausläufer schwerer Sandstürme schmirgelten dem Tross Augen und Schleimhäute wund. Die Sonne zeigte sich über der Sahara kaum. Überschattet wurde die härteste Wüsten-Rallye der Welt von drei tödlichen Unfällen. Zwei Motorrad-Fahrer kamen bei Stürzen ums Leben, darunter der zweimalige Sieger Fabrizio Meoni. Ein Service-Lastwagen erfasste in Mali ein fünfjähriges Mädchen, das seinen Verletzungen erlag.

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