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Dakar

VW behauptet Dreifach-Führung

Dakar 2009 Foto: VW

Volkswagen hat bei der Rallye Dakar die Dreifach-Führung behauptet und kommt dem ersten Sieg beim Marathon-Klassiker immer näher. Auf der achten Etappe von Valparaiso nach La Serana baute Favorit Carlos Sainz aus Spanien am Sonntag (11.1.) seinen Vorsprung auf 10:57 Minuten aus.

12.01.2009

Auf Rang zwei liegt der Deutsche Dirk von Zitzewitz mit seinem südafrikanischen Fahrer Giniel de Villiers vor dem drittplatzierten Touareg-Duo Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika). "Solange die Rallye nicht vorüber ist, ist noch nichts entschieden", sagte Sieganwärter Sainz nach der Ankunft in La Serena. "Die Spezialetappe ähnelte stark einer Etappe bei einer herkömmlichen Rallye. Es war sehr rutschig, manchmal sehr tückisch. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es für uns weiterhin so gut läuft wie heute."

Dieter Depping/Timo Gottschalk (Wedemark/Berlin), die erstmals im offiziellen Dakar-Kader von VW stehen, kämpften sich um einen Rang auf Platz acht vor, haben aber wegen einiger technischer Probleme bereits 4:51:45 Stunden Rückstand. Der dreifache deutsche Rallye-Meister erreichte zum zweiten Mal das zweitbeste Tagesergebnis. Bester im stark geschrumpften Kader des zwölffachen Rekordsiegers Mitsubishi ist der Spanier Juan Nani Roma mit einem Rückstand von 33:31 Minuten als Vierter.

Premierensieger gesucht

Dauersieger Mitsubishi strauchelte dagegen in der ersten Woche. Durch die Ausfälle ist kein Dakar-Sieger mehr als Fahrer bei der härtesten und längsten Rallye im Rennen. Hingegen ist der Franzose Michel Perin als Co-Pilot des führenden VW-Fahrers Sainz auf dem Weg zu seinem vierten Dakar-Erfolg nach dem Hattrick-Sieg 1994 bis 1996 mit seinem Landsmann Pierre Lartigue am Lenkrad eines Citroën ZX.

Nur noch 337 von 500 in Buenos Aires gestarteten Fahrzeugen waren zu Beginn der zweiten Halbzeit dabei. "Die erste Woche hatte drei, vier sehr anspruchsvolle Tage, die kommenden sieben Etappen werden aber noch härter. Unser Ziel ist es, die Dakar zu gewinnen. Dazu muss erst einmal die Rallye selbst bezwungen werden, denn sie war und ist der härteste Gegner", meinte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen. Die Dakar-Premiere in Südamerika - der einstige Wüsten-Klassiker ist nach der Absage im Vorjahr wegen der Gefahr von Terroranschlägen umgezogen - erwies sich härter als erwartet. "Schon jetzt kann man sagen: Sie ist die härteste Dakar aller Zeiten", erklärte Nissen.

Rallye-Begeisterung in Südamerika

Sie scheint in Argentinien und Chile eine neue Heimat gefunden zu haben. Nicht nur die neuen und unbekannten Herausforderungen in der argentinischen Pampa, in den Anden und in der chilenischen Atacama-Wüste wurden von den Teilnehmern als sportlich höchst anspruchsvoll akzeptiert. Auch die Motorsport-Begeisterung der Südamerikaner war groß.

"Was wir in dieser ersten Woche an begeisterten Fans erlebt haben, war einfach nur gigantisch", betonte der Madrilene Sainz. 2004 hatte er im Citroen Xsara seinen 26. und letzten Gesamtsieg geholt, nun könnte er an gleicher Stelle seinen ersten Dakar-Triumph feiern, der auch der erste der Wolfsburger und eines Dieselfahrzeugs wäre.

Traurige Momente

Es gab aber wieder die Schattenseiten der berühmt-berüchtigten Dakar. Am Mittwoch war der 49 Jahre alte Yamaha-Pilot Pascal Terry neben der Rallye-Strecke tot aufgefunden worden. Später wurde als Todesursache ein Herzinfarkt infolge eines Lungenödems festgestellt. Bei einem schweren Unfall am Samstag nördlich der chilenischen Hauptstadt Santiago wurden zwei Menschen  getötet.

Ein Lastwagen, der für die Dakar-Organisation unterwegs war, stieß mit einem kleineren Fahrzeug zusammen, dessen Insassen beide starben. Beim Auftakt am 3. Januar von Buenos Aires nach Santa Rosa de la Pampa verunglückten die Briten Paul Green und Matthew Harisson mit ihrem Automobil-Eigenbau. Beide wurden schwer verletzt ins Krankenhaus von Santa Rosa gebracht.

Stand nach der 8. Etappe

1. Carlos Sainz/Michel Périn - Volkswagen Race Touareg 2 - 27:29.59 Std.
2. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz - Volkswagen Race Touareg 2 + 10.57 Min.
3. Mark Miller/Ralph Pitchford - Volkswagen Race Touareg 2 + 18.05 Min.
4. Nani Roma/Lucas Cruz Senra - Mitsubishi Racing Lancer + 33.31 Min.
5. Robby Gordon/Andy Grider - Hummer + 1:32.01 Std.
6. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin - Nissan Navara + 2:57.05 Std.
7. Ivar Tollefsen/Quin Evans - Nissan Navara + 3:25.32 Std.
8. Dieter Depping/Timo Gottschalk - Volkswagen Race Touareg 2 + 4:51.45 Std.
9. René Kuipers/Filipe Palmeiro - BMW X3 + 5:33.43 Std.
10. Orlando Terranova/Alain Guehennec - BMW X3 + 5:54.41 Std.

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