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Der Fall Paffett - Mercedes geht in Berufung

Foto: dpa 13 Bilder

Nach der Pleitenserie in der Formel 1 ist Mercedes auch im Deutschen Tourenwagen-Masters vom Pech eingeholt worden und kämpft nach der Benzin-Panne vom Lausitzring vor dem Sportgericht um den aberkannten DTM-Sieg.

07.06.2004

Nachdem der Brite Gary Paffett fünf Stunden nach seinem glanzvollen Erfolg disqualifiziert wurde, gingen die Stuttgarter am späten Sonntagabend auf dem Eurospeedway in die Offensive. "AMG-Mercedes hat gegen Entscheidungen der Sportkommissare während seiner DTM-Aktivitäten niemals Berufung eingelegt, aber diesmal tun wir das, und wir hoffen, dass im Sinne des Sports entschieden wird", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Haug nahm seinen britischen Piloten in Schutz: "Gary hat auf der Strecke und nicht durch unerlaubte Vorteile gewonnen. Sein Wertungsausschluss ist eine Strafe, die das Team als zu hart empfindet." Voraussichtlich am 23. Juni wird in Frankfurt/Main beim Deutschen Motor-Sport-Bund (DMSB) der Fall Paffett verhandelt. Bis dahin wird Audi-Pilot Mattias Ekström als Sieger des vierten Saisonlaufs in den Ergebnislisten geführt.

Mattias Ekström: "Auf der Strecke hat Gary gewonnen"

Erstmals seit dem 6. Oktober 2002 führt damit kein Mercedes-Pilot die Gesamtwertung an. "Natürlich freue ich mich über die Punkte in der Meisterschaft. Aber ich muss fairerweise sagen, dass auf der Strecke Gary gewonnen hat. Aber sein Team hat offenbar einen Fehler gemacht",sagte Ekström.

Der Schwede ist mit 34 Zählern vor den letzten sechs DTM-Rennen zwar punktgleich mit dem niederländischen Mercedes-Piloten Christijan Albers, doch Ekström hat hat nun die Rennen in Venedig und auf dem Lausitzring gewonnen und ist deshalb Tabellenführer. Albers siegte in Estoril, Paffett beim Auftaktrennen in Hockenheim. "Sollte die Meisterschaft am Ende durch solch eine Bestrafung entschieden werden, ist dies sicher nicht im Sinne des Sports", sagte Haug.

Zu wenig Benzin im Tank

Nach den DMSB-Statuten muss der Fahrer bis zum Erreichen des Parc Fermé in seinem Auto bleiben, um den Sportkommissaren die Möglichkeit zu geben, das exakte Renngewicht - das Mindestgewicht beträgt 1080 Kilogramm inklusive Pilot - des Fahrzeugs zu ermitteln. Paffetts Mercedes war aber nach dem Rennen auf der Ehrenrunde stehen geblieben, der Brite war deshalb zu Fuß weitermarschiert.

Außerdem muss es zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung möglich sein, mindestens 1,5 Liter Benzin aus dem Wagen entnehmen zu können - auch dies war bei Paffet nicht der Fall. "Wie alle C-Klasse der DTM fuhr Paffett selbstverständlich mit dem reglementskonformen Einheitsbenzin aller DTM-Starter", sagte Haug. Nun wird am Grünen Tisch entschieden.



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