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"Der Riese und das kleine Mädchen"

Foto: ams

Die Dakar war schon immer ein Tummelplatz für Exoten. Doch ein solcher Gigant wie der Hummer H3 und ein solcher Zwerg wie der Fiat Panda sind beim Wüstenmarathon noch nie aufeinander getroffen.

02.01.2007

Sie starten beide in der Pkw-Kategorie, doch ansonsten könnten zwei Teilnehmer kaum unterschiedlicher antreten: Der Hummer H3 von Robby Gordon und der Fiat Panda Cross des Massimo Biasion.

Der Amerikaner Gordon, mehrfacher Baja California-Gewinner und so ziemlich auf allem zu Hause, was vier Räder hat, tritt wie 2006 mit einem Hummer-Prototypen an, der glatt für 700 PS gut wäre. Mit dem Air-Restriktor bleiben immer noch stramme 400 Mustangs übrig. Damit ist der Hummer nicht nur das größte, sondern auch das stärkste Auto im Feld.

Gordon zog das Hummer-Projekt 2005 sogar einem erneuten Einsatz als VW-Werksfahrer vor. Der Mann aus Kalifornien träumt davon, den Werksteams mit seinem Ungeheuer zumindest am ein oder anderen Tag die Schau zu stehlen.

Der schwerste Panda der Welt

Zarte 105 Pferdchen schubsen dagegen den Fiat Panda von Massimo Biasion. Ein Jahrzehnt brauste der Rallye-Weltmeister von 1988 und 1989 mit Iveco-Lastwagen durch die Wüste, nun sitzt er zwei Etagen tiefer.

Mit 1.400 Kilogramm dürfte der wüste Fiat der schwerste Panda in der Automobilgeschichte sein. Der T2-Prototyp hat aus Kostengründen keinen Gitterrohrahmen sondern einen selbsttragende Karosserie wie die seriennahen Rallye-Autos. Der Panda trägt immerhin einen 160 Liter-Tank und hat drei Ersatzräder (100 Kilogramm) zu schleppen.

Das Spritreservoir ist dabei noch relativ klein gehalten, denn Biasion entschied sich nach langer Überlegung wegen des höhreren Drehmoments und des besseren Verbrauchs für einen Dieselmotor mit 1,3 Litern Hubraum und Common-Rail-Einspritzung.

Als Service fungiert ein Iveco-Truck (Biasion ist Iveco-Händler). Intern heißt das Projekt "Der Riese und das kleine Mädchen" und wurde in fröhlicher Runde bereits 2005 geboren. Nun genießt die frühere Schnapsidee sogar Werksstatus, denn Fiat unterstützt den Einsatz.

Auch auf der Fahrerseite wird nicht gekleckert: Neben Biasion kommt auf einem zweiten Auto der frühere Marathon-Weltcup-Sieger Bruno Saby zum Einsatz. Die betagten Rallye-Stars machen sich über die zu meisternde Aufgabe keine Illusionen: "Es wird hart, sehr hart", sagt Miki Biasion.

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