Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Die Army rennt in Indy

Foto: yellow ribbon racing

Ein amerikanischer Ex-Soldat will ein Militär-Team beim 500 Meilenrennen in Indianapolis einsetzen. Das Team Yellow Ribbon Racing wird von den Streitkräften und Indy-Chef Tony George unterstützt und soll nach dem 500 Meilen-Klassiker die komplette IRL-Saison bestreiten.

01.02.2006 Markus Stier

Als James Occhipinti realisierte, dass abgesehen vom Football-Saisonfinale kein Sportereignis in den USA so gute TV-Quoten einbringt wie das Indy 500, kam ihm eine Idee. Der frühere Airforce-Mitarbeiter fasste den Plan, ein eigenes Team beim 500 Meilenrennnen unter dem Namen Yellow Ribbon Racing an den Start zu bringen. Die beiden Autos sollen in den Farben der vier unterschiedlichen Waffengattungen der US-Streitkräfte antreten. Jeder Renner erhält zwei unterschiedliche Lackierungen, die in der Mitte durch ein gelbes Band getrennt sind.

Das gelbe Band ist in den USA ein Symbol des Gedenkens an Menschen, die in Kriegen kämpfen oder gefallen sind. Die Traditon entstand aus dem John Ford-Western "She wore a Yellow Ribbon" , bei dem die weibliche Hauptdarstellerin Joanne Dru aus Solidarität mit Kavallerie-Offizier John Wayne ein gelbes Band trägt.

"Wir freuen uns, dass Yellow Ribbon Racing künftig Teil unseres Sports wird. Das Indy 500 ist immer noch die größte Eintages-Sportveranstaltung der Welt. Die IRL ist Yellow Ribbon Racing beim Aufbau des Teams behilflich", sagt Indy-Chef Tony George, dem ein wenig Publicity beim sinkenden Interesse an seiner Indy Racing Lague ganz recht kommt. Zudem hat George nach dem Ausstieg von Motoren-Lieferant Toyota arge Mühe, beim Indy 500 am 28. Mai ein ordentliches Starterfeld auf die Beine zu stellen.

Die Armee ist begeistert

Auch bei den Streitkräften ist man begeistert. "Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. Unsere Soldaten können all die Yellow-Ribbon-Aufkleber auf den Autos auf der anderen Seite des Planeten nicht sehen, aber Yellow Ribbon Racing bringt ihnen unsere Unterstützung live über das Fernsehen", sagt Generalmajor John Miller. Im üblichen Pathos seiner Nation setzt Vier-Sterne-General Walt Kross noch einen drauf: "Dieses Team unterstützt nicht nur unsere Truppen, es ehrt auch all die Ehefrauen, Kinder, Mütter und Väter".

Für den Saison-Beginn der IRL ist das Projekt zu spät gestartet. Sollte das Indy-Wochenende ein Erfolg werden, will Yellow Ribbon Racing die restliche Saison bestreiten. Die Einsätze sollen von erfahrenen IRL-Teams durchgeführt werden. Bei allem Patriotismus betont Initiator Occhipinti, als Fahrer wären nicht nur Amerikaner willkommen sondern auch Piloten "verbündeter Nationen". Occhipinti könnte sich einen Engländer vorstellen.

Der Teamgründer betont, dass es sich bei Yellow Ribbon Racing nicht um ein kommerzielles Engagement handle. Das Team will sich über Spenden finanzieren. Sollte neben den Renneinsätzen Geld übrig bleiben, soll es für wohltätige Zwecke eingesetzt werden.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden