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Die Boliden

Klassen-Gesellschaft

Foto: Porsche AG 11 Bilder

Ein Klassensieg in Le Mans ist weniger wert als der Gesamtsieg - aber genauso hart umkämpft. Wi

10.06.2008

Während die Öffentlichkeit dem Thema Triumph im Gesamtklassement großes Interesse beimisst, gilt der Kampf in den vier Fahrzeugklassen des 24-Stunden-Rennens meist nur als schmückendes Beiwerk. Zu Unrecht, denn auch in den vermeintlich unteren Klassen ziehen werksunterstützte Teams mit üppigen Budgets und Legionen von Profipiloten in die Schlacht.

Vier Wertungsklassen

Das Reglement von Le Mans unterteilt das Feld in vier Kategorien: jeweils zwei Prototypen- und zwei GT-Klassen. Die große Prototypenklasse LMP1 ist eigentlich die Domäne der Automobilhersteller. Die kleinere, auf 3,4 Liter Hubraum limitierte LMP2-Klasse ist für unabhängige Chassiskonstrukteure und Privatfahrer gedacht. Doch die Übergänge sind fließend.

Auch wenn der Klassensieg in der LMP1-Kategorie nur über Audi und Peugeot führen kann, mischen dort private Teams mit, etwa die Mannschaft des Lokalhelden Henri Pescarolo, der zwei Rennwagen mit 5,5-Liter-Judd-V10-Triebwerken an den Start bringt. "Gegen Audi und Peugeot sind wir chancenlos, weil die Diesel über eine höhere Motorleistung verfügen", erklärt Pescarolo. "Für uns geht es darum, bester LMP1 mit Ottomotor zu sein."

Doch die Trauben hängen hoch: Mit den Courage-Oreca-Judd oder dem von Aston Martin unterstützten Lola B06/80 des tschechischen Charouz-Teams gibt es starke Konkurrenz. In der LMP2-Kategorie setzen zwei Teams auf die RS Spyder-LMP2, die von Porsche primär für den Einsatz in Amerika entwickelt wurden. Ihnen steht eine Armada illustrer Privatteams gegenüber, die mit Chassis von Lola, Zytek und Pescarolo antreten.

Zweikämpfe in der GT-Klasse

Schließlich wären da noch die GT Rennwagen, die als modifizierte Straßensportwagen in Le Mans starten. In der großen GT1-Klasse kämpfen die Werksteams von Corvette und Aston Martin gegeneinander. Während die Amerikaner zwischen 2004 und 2006 siegreich waren, konnte Aston Martin mit dem DBR9 den Spieß vergangenes Jahr umdrehen. "Das Duell 2008 ist so offen wie nie", prophezeit Corvette-Pilot Oliver Gavin.

Nicht minder packend ist das Duell in der kleinen GT2-Klasse. Der ewig junge Kampf Porsche gegen Ferrari dürfte auch 2008 für eine epische Rennschlacht sorgen: Drei Porsche 911 GT3 RSR treten gegen eine sieben Wagen starke Abordnung von Ferrari F430 GT an. Die GT2-Topautos sind abermals mit Profipiloten besetzt.

Kein Wunder, dass sich die 250.000 Fans in Le Mans nicht nur auf Audi und Peugeot konzentrieren - sondern auch mit den Topteams aus den drei anderen Kategorien mitfiebern.

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