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24h Rennen Le Mans

Allan Mc Nish erklärt die Strecke

Foto: Peugeot 11 Bilder

Le Mans-Sieger Allan McNish gilt als einer der schnellsten Sportwagenpiloten der Welt. Der Schotte in Audi-Diensten erklärt die Kultstrecke von Le Mans und erläutert die fahrerischen Kniffe für die entscheidenden Kurvenpassagen.

10.06.2008

Le Mans ist für Allan McNish so etwas wie sein zweites Wohnzimmer. "Jeder Rennfahrer liebt Le Mans", schwärmt der Audi-Werksfahrer. "Erstens wegen der langen Geschichte des Rennens und zweitens, weil wir mit ultraschnellen Prototypen mit bis zu 330 km/h über öffentliche Landstraßen düsen dürfen." Das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Denn die 13,650 Kilometer lange Variante der Kultrennstrecke im Departement Sarthe wird nur ein Mal im Jahr benutzt - beim 24-Stunden-Rennen.

"Auf der einen Seite haben wir die weite Stadionatmosphäre und die großen Auslaufzonen auf dem permanenten Streckenteil des modernen Circuit Bugatti", erklärt McNish, der Le Mans-Sieger von 1998. Der Schotte ist ein informativer Strecken-Kommentator. In der Sportwagen-Szene genießt er den Ruf, einer der besten und verlässlichsten Fahrer zu sein, mit immenser Erfahrung und großem Verständnis für technische Zusammenhänge.

Abwechslungsreiches Layout

Nach dem Streckenabschnitt "Esses" beginnt der archaische Streckenabschnitt des Traditionskurses. "Bei Tertre Rouge biegen wir auf eine Route Nationale ab, deren Belag durch den Lastwagenverkehr mit Längsrillen übersät ist. Die Auslaufzonen sind plötzlich weg, du fährst wie in einem Tunnel durch den dichten, dunklen Wald", erklärt McNish den eigentümlichen Wechsel aus Fahrersicht. Die Bremsschikanen auf der Hunaudières-Geraden sind ein weiterer neuralgischer Punkt für McNish: "Man braucht in Le Mans ein Auto, das auf der Bremse gut ist, weil wir fünf Mal pro Runde aus hohen Topspeeds brutal verzögern müssen."

Doch nicht nur das ungewohnte Landstraßen-Feeling ist bemerkenswert. Auch einige der Kurvenkombinationen haben es in sich: "Die Porsche-Kurven gehören zu den besten und herausforderndsten Streckenpassagen der Welt", begeistert sich der 38-Jährige. "Ich ertappe mich jedes Mal dabei, dass ich bereits einige Kilometer vor den Porsche-Kurven darüber nachdenke, wo ich genau einlenken muss und wie ich das Auto positioniere."

Anspruchsvolle Kombination

Fehler verzeihen die Porsche-Kurven nicht: "Wenn man den Eingang vermasselt und von der Linie abweicht, dann stimmt auch der Radius für die nachfolgenden, flüssigen Kurvenkombinationen nicht mehr. Da kann man locker eine Sekunde und mehr verlieren." Eine weitere Schlüsselsektion für McNish ist die langsame Arnage-Kurve.

"Dort ist es aus einem ungewöhnlichen Grund gefährlich: Denn zuvor orgeln wir auf den Geraden von Hunaudières und Mulsanne permanent mit 330 km/h dahin - und schlagartig muss man eine Kurve mit nur 70 km/h durchfahren. Da passieren oft Fehler, weil das Gehirn der Fahrer noch im Highspeed-Modus ist. Dann überschießt man langsame Kurven sehr leicht – und genau deshalb stranden in der Arnage während des Rennens so viele Autos neben der Piste."

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