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DTM

Gary Paffett gewinnt am Norisring

Foto: dpa

Mercedes-Talent Gary Paffett hat die Hitzeschlacht auf dem Norisring gewonnen und sich damit eindrucksvoll für seine Disqualifikation auf dem Lausitzring revanchiert. Der 22 Jahre alte Mercedes-Fahrer setzte sich beim fünften Lauf zur Deutschen Tourenwagen Masters in Nürnberg vor seinen zwei Markenkollegen Christija Albers und Bernd Schneider durch.

28.06.2004

"Das war eine gute Antwort auf meinen Ausschluss vor drei Wochen", sagte Paffett hochzufrieden. Die Sternfahrer beherrschten das Rennen auf der Mercedes-Paradestrecke am Sonntag (27.6.) vor der neuen Rekordkulisse von 80.000 Zuschauern souverän. Die Konkurrenten von Audi und Opel hatten keine Chance auf einen Podestplatz.

"Am Start habe ich mich etwas überraschen lassen. Aber nach meinen perfekten Boxenstopps musste ich nur noch konstant weiterfahren", sagte Paffett. Er triumphierte auf dem 2,300 km langen, anspruchsvollen Stadtkurs nach 72 Runden in 1:00:52,341 Stunden und feierte damit seinen zweiten Saisonerfolg. Albers wies 1,966 Sekunden Rückstand auf.

In der Gesamtwertung rückte Paffett bei Meisterschafts-Halbzeit mit nunmehr 25 Punkten wieder etwas näher an Albers heran. Der Niederländer übernahm dank seines zweiten Platzes wieder allein die Spitzenposition mit 42 Punkten vor dem Schweden Mattias Ekström (39). Der zuvor punktgleiche Audi-Pilot musste sich auf dem Norisring als bester Nicht-Mercedes-Fahrer mit Rang vier begnügen und büßte dadurch im Titelrennen an Boden ein.

Bernd Schneider: "Nicht zufriedenstellend"

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug jubelte nach der Gala-Vorstellung: "Das war eine perfekte Mannschaftsleistung. Gary hat bewiesen, dass er ein Siegfahrer ist. Dieser Erfolg ist gut vor der Berufungsverhandlung." Albers erklärte, er sei "froh über den zweiten Platz". Bernd Schneider war dagegen trotz seines ersten Podiumsplatzes in dieser Saison nicht glücklich. "Das ist ein Anfang, aber nicht zufriedenstellend", sagte der Saarländer.

Für Heinz-Harald Frentzen endete das Rennen mit einem erneuten Debakel: Der frühere Formel-1-Pilot aus Mönchengladbach knallte schon in der sechsten Runde in den Opel seines Markenkollegen Marcel Fässler, weil er den Bremspunkt verpasst hatte und deshalb viel zu schnell war. Frentzen, der schon zuletzt auf dem Lausitzring nach einem Unfall ausgeschieden war, blieb damit auch im fünften Lauf ohne Punktgewinn. "Das war mein Fehler. Ich habe beim Anbremsen das Heck verloren", nahm er alle Schuld auf sich. "Man darf aber nicht aufgeben. Ich versuche weiter zu lernen."

Vollständige Opel-Pleite

Der zwischenzeitlich führende Timo Scheider und Ex-Meister Laurent Aiello, die jeweils wegen technischer Probleme ihren Vectra abstellen mussten, vervollständigten die Pleite für die Rüsselsheimer. Peter Dumbreck und Manuel Reuter fuhren als Siebter beziehungsweise Achter noch in die Punkte. Vor ihnen lag das Audi-Trio Ekström, Martin Tomczyk und Tom Kristensen auf den Rängen vier bis sechs.

Mercedes bestimmte von Beginn an das Geschehen. Christijan Albers, Jean Alesi, Gary Paffett und Rekordmeister Bernd Schneider bildeten bis zum ersten von zwei Plicht-Boxenstopps ein Stern-Quartett an der Spitze. Vor allem der Niederländer Albers erwischte bei dem Sauna-Rennen mit über 75 Grad im Cockpit einen Start nach Maß und katapultierte sich vom dritten auf den ersten Platz. Nach dem ersten Reifenwechsel übernahm jedoch Paffett vor dem Trainingsschnellsten Alesi die Führung. Der Franzose verlor neun Runden vor Schluss einen scheinbar sicheren Platz auf dem Podium, als er vermutlich wegen eines Bremsplattens spektakulär in einen Reifenstapel geprallt war.

Paffett war nach seiner nachträglichen Disqualifikation vor drei Wochen auf dem Lausitzring, wo ihm zu wenig Benzin im Tank nach dem Rennen den Sieg gekostet hatte, hoch motiviert und bewies sein großes Talent. Auch ein paar Regentropfen zwischendurch und der zweite Boxenstopp konnten den jungen Briten nicht von seinem Siegkurs abbringen.

Ergebnis Norisring:

1. Gary Paffett, Mercedes: 1:00:52,341 Stunden
2. Christijan Albers, Mercedes: +1,966 s
3. Bernd Schneider, Mercedes: +13,056 s
4. Mattias Ekström, Audi: +19,185s
5. Martin Tomczyk, Audi: +29,950s
6. Tom Kristensen, Audi : +45,414s
7. Peter Dumbreck, Opel: +47,195s
8. Manuel Reuter, Opel: +1Runde

Stand der Meisterschaft nach 5 von 10 Rennen:

1. Albers: 42 Punkte
2. Ekström: 39 Punkte
3. Paffett: 25 Punkte
4. Schneider: 16 Punkte
5. Tomczyk: 15 Punkte
6. Kristensen: 13 Punkte
7. Alesi: 12 Punkte
8. Aiello: 9 Punkte
9. Scheider: 8 Punkte
10. Peter Dumbreck: 5 Punkte

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