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Ferrari F430 GT

Red Porsche Killer

Foto: Ferrari 2 Bilder

Die Zeiten des Porsche-Einerleis in der GT2-Klasse soll Vergangenheit sein. Mit dem F430 GT will Ferrari die Stuttgarter Dominanz im Langstreckensport beenden. Große Hoffnung setzten die Italiener auf einen neuen Motor.

16.03.2006 Markus Stier

Der 360 Modena sah auf den Rennstrecken der Welt immer schick aus, zu gewinnen war mit dem Mittelmotor-Coupé aus Maranello allerdings nichts. Das Chassis war zu schwer und nicht steif genug, größter Schwachpunkt aber war der Motor.

Wegen eines Luftmassenbegrenzers ist die Leistung bei etwa 460 PS eingefroren, aber es mangelte den Ferrari-Aggregaten an Drehmoment gegenüber den GT3-Porsche. Um dem Reglement zu entsprechen, musste der Hubraum um 0,3 Liter auf 3998 Kubikzentimeter gesenkt werden. Der Leistungsverlust hält sich in Grenzen, aber das Dremoment wuchs um 20 Prozent an. Die Kurbelwelle ist um 180 Grad gekröpft. Bei der Motorenentwicklung griffen die Ingenieure vor allem beim Zylinderkopf auf Erkenntnisse der Formel 1-Abteilung zurück.

Leichter und steifer als der Vorgänger

Motorblock und Zylinderkopf sind aus Aluminium, ebenso das Chassis, bei dem durch die Verwendung von Kohlefaserteilen weiteres Gewicht eingespart werden konnte. Der F430 GT kommt auf ein Kampfgewicht von 1.100 Kilogramm. Das neue Auto ist zudem deutlich steifer geraten als sein Vorgänger.

Die Entwicklung des F430 GT erledigte wie beim 360 Modena der italienische Tuner Michelotto. Einige Kundenautos sind bereits ausgeliefert. Zur Zeit laufen die ersten Testfahrten. Der neue GT2-Ferrari ist für Kundenteams in der American Le Mans-Serie, der GT-Meisterschaft und bei den 24 Stunden von Le Mans vorgesehen.

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