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Balance of Performance 24h Nürburgring 2016

Finale Einstufung vor dem Start

24h-Rennen Nürburgring 2016 - Nordschleife - Top 30 - Freitag - 27.5.2016 Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 73 Bilder

In der GT3-Klasse soll die Balance of Performance Chancengleichheit für die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte garantieren. Der Technikausschuss des ADAC Nordrhein veröffentlichte vor Rennbeginn eine neue Einstufung.

28.05.2016 Bianca Leppert Powered by

Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel. Die Hersteller versuchen bis vor dem Start des 24h-Rennens zu pokern, der Technikausschuss des ADAC Nordrhein die Taktik-Spielchen von Audi, Mercedes, BMW und Co. zu entlarven.

Wenig Daten als Basis für BOP

Besonders in diesem Jahr kam diesem Tauziehen eine spezielle Bedeutung zu. Denn aufgrund der neuen GT3-Generation 2016, die bisher nur wenige Rennen absolviert hat, konnten die Technik-Gurus auf nur wenige Daten zurückgreifen. Zumal sich mit einer weiteren Leistungsreduzierung um fünf Prozent, der Aufhebung des Tempolimits und teilweise neu asphaltierte Streckenabschnitte auch einige Parameter verändert haben.

Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass man nun noch kurz vor dem Rennstart eine neue Einstufung veröffentlicht hat. Schließlich halten die Hersteller ihr Tarnen-und-Täuschen-Prinzip bis zum Rennstart aufrecht. Denn bei einem über 24 Stunden dauernden Rennen ist das Qualifying-Ergebnis und damit der Startplatz nicht von enormer Bedeutung.

Mercedes 10 Kilogramm schwerer, größerer Audi-Tank

Die finalen Anpassungen betreffen Mercedes, Audi, Aston Martin und Bentley. Mercedes lieferte schon das ganze Wochenende über eine eindrucksvolle Vorstellung ab, holte die Pole im Top 30-Qualifying. Danach wurde entschieden: Man muss zehn Kilogramm einladen. Das entspricht ungefähr 1,5 Sekunden pro Runde.

Bei Audi änderte sich das Tankvolumen. Zunächst war mit einem 120 Liter Tank kalkuliert worden, doch nun gesteht man den Ingolstädtern 122 Liter zu. Audi ging wohl davon aus, mit dem kleineren Tank nicht die Flexibilität zu haben, neun Runden fahren zu können. Zwar sind die Mindestboxenstopp-Zeiten in den ersten 22,5 Stunden ohnehin geregelt und damit kein großer Unterschied zwischen acht oder neun Runden gegeben, allerdings ergeben sich bei der Wahl zwischen den beiden Konzepten mehr Reaktionsmöglichkeiten – zum Beispiel bei wechselnden Wetterbedingungen. Analog zum Audi erhielt auch der Lamborghini, der in der Basis dem R8 entspricht, das größere Tankvolumen.

Keine Änderungen bei BMW und Porsche

Bentley darf nun mit zwei um 0,2 Millimeter größeren Restriktoren fahren und bekam 45 mbar mehr Ladedruck zugestanden. Der erhöhte Ladedruck entspricht in etwa 2 bis 2,5 Sekunden pro Runde. Bei Aston musste man nochmal 10 Kilo draufpacken, nachdem man zuvor 20 kg ausgeladen hatte. Dafür gab es zwei um 0,5 Millimeter größere Restriktoren.

BMW und Porsche blieben bei den finalen Änderungen außen vor. Nach dem dritten VLN-Lauf hatte man den Münchnern bereits 45 mbar Ladedruck entzogen. Porsche bekam in der Vorbereitungsphase zum 24h-Rennen sukzessive größere Restriktoren zugestanden: von ursprünglich 32,6 Millimeter auf 34,5 Millimeter. Die erste Anpassung war ein Zugeständnis, weil man Leistung einbüsste, um die Lärmvorschriften einzuhalten. Die zweite eine der BOP geschuldete.

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