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GP2

Glock holt den Titel

Foto: BMW AG

Timo Glock hat mit dem Titel-Triumph in der GP2-Serie die Nachfolge von Lewis Hamilton angetreten und beste Eigenwerbung für einen Aufstieg in die Formel 1 betrieben. Der 25-Jährige aus Wersau im Odenwald krönte sein Meisterstück mit einem Sieg beim Saisonfinale am Sonntag (30.9.) in Valencia.

30.09.2007

"Ich bin einfach sehr, sehr glücklich, dass es geklappt hat", sagte der Rennfahrer des Teams iSport international strahlend und spürbar erleichtert nach der obligatorischen Champagner-Dusche. Glock hofft nun auf den Aufstieg in die Königsklasse im kommenden Jahr, wie dies der vor dem WM-Gewinn stehende Formel-1-Neuling Hamilton und zuvor Nico Rosberg (Wiesbaden) geschafft haben.

Rosberg, der GP2-Champion von 2005, wechselte anschließend zum Williams-Team. Bei den Briten soll Glock ein Kandidat für 2008 sein. Zudem wird der aktuelle Test- und Ersatzpilot des BMW-Sauber-Teams mit Toyota in Verbindung gebracht. "Wir wollen ihn auch nächstes Jahr wieder in dieser Rolle, aber Timo macht sich Hoffnungen auf ein Stammcockpit. Wir würden ihm in diesem Fall keine Steine in den Weg legen", sagte BMW-Motorsportchef Mario Theissen in Fuji am Rande des Großen Preises von Japan. Er signalisierte Grünes Licht für eine Freigabe. Via "Premiere" gab es Grüße: "Herzlichen Glückwunsch vom ganzen Team zum Titelgewinn. Wenn wir zurück sind, trinken wir einen darauf."

Glocks Chancen auf ein Comeback in der Königsklasse sind auf jeden Fall gewaltig gestiegen. Sein Talent hatte der Odenwälder schon 2004 bewiesen, als er als Aushilfsfahrer vier Grand Prix für Jordan bestritten hatte. Gleich bei seiner Premiere überzeugte er als Siebter im kanadischen Montréal mit zwei WM-Punkten. "Ich will wieder in die Formel 1", hatte Glock wiederholt erklärt.

In seiner zweiten Saison in der GP2 nach der Rückkehr als "Rookie des Jahres" in der angesehenen nordamerikanischen ChampCar-Serie drohte Glock teilweise vom Erfolgskurs abzukommen. Taktische Fehler seines Teams, Defekte am Wagen, aber auch einige Unfälle warfen ihn zurück. Tiefpunkt war das zurückliegende Rennwochenende in Spa-Francorchamps: Kupplungs-Schaden im ersten Lauf, Aus in der Einführungsrunde im zweiten, nachdem ein Rivale ihm ins Auto gefahren war. "Ich hatte so viele Höhen und Tiefen", bilanzierte der am Ende überglückliche Glock. "Es ist schön, dass ich die Saison mit einem Sieg abgeschlossen habe."

Dieser Erfolg stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. Der als Zweiter gestartete Glock übernahm noch vor der ersten Kurve die Führung und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 29 Runden auf dem 4,005 Kilometer langen Kurs gewann der neue Champion in 40:29,814 Minuten. Der Spanier Javier Villa belegte den zweiten Rang vor seinem Landsmann Andy Soucek. Glocks einziger Titelkonkurrent Lucas di Grassi büßte schon früh seine minimalen Chancen ein und landete schließlich abgeschlagen auf Rang 13. Am Ende hatte der Deutsche 88 Punkte und damit elf Zähler mehr gesammelt als der Brasilianer (77).

Die Grundlage für den Gesamterfolg legte Glock am Samstag: Im strömenden Regen punktete der Spitzenreiter als Siebter, während Widersacher di Grassi durch einen Ausfall weiter an Boden verlor. Witali Petrow sorgte über die 45 Runden für den ersten russischen GP2-Sieg.

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