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GT-Rennsport

Zank um BMW M6 GT LM

IAA 2015, BMW M6 GT3 Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink

BMW will auf Basis des M6 GT3 einen GT-Renner nach Le-Mans-Reglement aufbauen – ein ziemlicher Kraftakt für die Motorsportabteilung. Bei der Fahrzeugspezifikation gibt es einige Streitpunkte.

29.09.2015 sport auto Powered by

Auf der IAA in Frankfurt zeigte BMW den neuen M6 GT3 erstmals in (fast) finaler Konfiguration. Fast final deshalb, weil die endgültige Zulassung erst im Rahmen des FIA-Einstufungstests auf dem Michelin-Testgelände in Ladoux am 14. September erfolgen konnte. Die FIA hat für 2016 sogenannte Performance-Fenster definiert, die alle neu zugelassenen GT3-Autos erfüllen müssen.

Testeinsätze für GT3 im Rahmen der VLN?

Eine verbesserte Fahrbarkeit im Vergleich zum Vorgänger-GT3-Modell Z4 war eines der Hauptentwicklungsziele. Dazu musste der fast zwei Tonnen schwere Serien-M6 viel Gewicht abspecken, der Rennableger wird mit 1.300 Kilo an der Obergrenze des Reglements homologiert. Mit langem Radstand, der stark verbreiterten Karosserie, Transaxle-Getriebe sowie dem 4,4-Liter-V8-Twin-Scroll-Turbo dürfte die GT3-Wuchtbrumme technisch gut gerüstet sein.

BMW bietet den Kundensportwagen zu einem Nettopreis von 379.000 Euro an, das offizielle Renndebüt erfolgt beim 24-Stunden-Rennen in Daytona im Januar 2016. Vorher könnte es noch Testeinsätze auf der Nordschleife im Rahmen der VLN geben, um sich optimal auf die Nürburgring-Saison 2016 vorzubereiten.

BMW baut M6 nach Le Mans-Reglement

Für das noch nicht offiziell bestätigte Engagement in der United SportsCar Championship (USC) will BMW auf Basis des GT3-M6 zusätzlich einen GT-Renner nach Le-Mans-Reglement aufbauen – ein ziemlicher Kraftakt für BMW Motorsport, denn die Entwicklung erfolgt parallel und beide Autos mussten zum Ladoux-Test am 14. September fertig sein.

Natürlich kann der M6 GT3 nicht dem Reglement der GT-LM-Klasse entsprechen, ergo muss die technische Spezifikation mit IMSA, FIA und den anderen GT-LM-Herstellern mühsam abgestimmt werden. Dabei sind einige Punkte strittig, wie zum Beispiel der hintere Hilfsrahmen, der beim BMW geschweißt ist, was nach GT-LM-Reglement nicht erlaubt ist. Dazu hat BMW Teile des M6-Chassis aufgeschnitten und durch Carbon-Crash-Teile ersetzt.

Außerdem will BMW eine Kompensation für die Verwendung des M6-Straßentriebwerks, da andere GT-Hersteller reinrassige Renntriebwerke einsetzen. Schließlich steigt der Heckdiffusor beim M6 früher an als im GT-LM-Reglement erlaubt. Die Gegner fordern hier Änderungen. BMW will, wenn möglich, ohne Modifikationen in der USC-Serie antreten. Das Problem: Die Verhandlungen über die Spezifikation der Zulassung und die Homologation laufen parallel, was immer wieder zu Verzögerungen führt.

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