Neues Indy-Car für die Saison 2012: Die nächste Generation Indy-Car-Renner

Dallara Indycar-Chassis 2012

Die US-amerikanische Indy-Car-Serie steht vor revolutionären Veränderungen. Für 2012 wurde nun das neue Chassis von Dallara vorgestellt. Das Besondere daran: Teams dürfen erstmals eigene Aerodynamik-Teile an die Sicherheitszelle schrauben.

Bisher herrschte in der Indy-Car-Serie ein sehr einheitliches Bild. Die Rennboliden unterschieden sich bislang nur durch die Lackierung. 2012 soll sich das ändern. Auf einer großen Veranstaltung verkündeten die Organisatoren am Mittwoch (14.7.) einige revolutionäre Neuerungen der traditionsreichen Serie.

Das Wichtigste zuerst: Ab der übernächsten Saison kommt die neue Chassis-Generation aus dem Hause Dallara zum Einsatz. Der relativ konventionelle Entwurf der italienischen Designschmiede hat die Verantwortlichen der US-Serie am meisten überzeugt. Mit in der Ausschreibung um das neue Indy-Car-Auto waren auch noch deutlich revolutionärere Konzepte (siehe Fotoshow).

Neues Indy-Car wird 45 Prozent günstiger

Neben der Erfahrung von Dallara, die seit 1998 in der Indy-Car-Serie aktiv sind, war vor allem der Kostenfaktor am Ende entscheidend. Das neue Chassis kostet interessierte Teams nur 349.000 US-Dollar. Ein komplettes Auto ist für 385.000 US-Dollar zu haben. Damit werden die Rennboliden angeblich um 45 Prozent preiswerter.

Außerdem hat Dallara zugestimmt, eine neue Fabrik im Umkreis von einer Meile um den Indianapolis Raceway zu bauen und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Nach einer weiteren Vereinbarung erhalten die ersten 28 Käufer des neuen Autos, die ihren Sitz ebenfalls im Staate Indiana haben, von der Bundesregierung noch einmal einen Rabatt in Höhe von 150.000 US-Dollar.

Teams dürfen eigene Aerodynamik-Kits verwenden

Die wichtigste Neuerung für die Teams liegt im technischen Reglement. Ab 2012 dürfen die Rennställe selbst eigene Aerodynamik-Teile an das Chassis schrauben. Von Dallara kommt nur die sogenannte Sicherheitszelle. Front- und Heckflügel, Seitenkästen und Motorabdeckung können entweder selbst oder von Fremdfirmen entwickelt werden.

Die Autos werden sich dann deutlicher unterscheiden. Dabei gibt es allerdings zwei Einschränkungen: Das Aerokit darf nicht mehr als 70.000 US-Dollar kosten und es muss für alle anderen Teams ebenfalls erhältlich sein. Pro Saison dürfen außerdem nur zwei verschiedene Aerokits eingesetzt werden.

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