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Kartsport

Die Grundschule für Rennfahrer

Foto: Motorsport-XL 9 Bilder

Michael Schumacher, Sebastian Vettel oder Nick Heidfeld - alle diese bekannten Rennfahrer sind durch die Grundschule des Motorsports gegangen: den Kartsport. Wer heutzutage im Rennsport erfolgreich sein will, muss früh anfangen, im Kart erste Erfahrungen zu sammeln.

18.02.2008 Bianca Leppert

Im Kartsport, der auf professioneller Ebene hauptsächlich auf Rennstrecken im Freien und nicht auf Indoor-Bahnen stattfindet, lernen die Nachwuchspiloten die Grundlagen für ihre weitere Motorsport-Karriere. Die Rookies bekommen ein Gefühl für die Geschwindigkeit, üben Überholmanöver und machen sich mit der Technik vertraut. Hier ein kurzer Überblick ...

Die Technik

Wer sich unter einem Kart etwas ähnliches wie ein Kettcar vorstellt, liegt völlig falsch. Die Technik aktueller Rennkarts ist hoch entwickelt und starken Belastungen ausgesetzt. Die Einzylinder-Zweitakt-Motoren der KF-Klassen sind wassergekühlt, haben 125 ccm Hubraum und drehen bis zu 16.000/min. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Kette an der Hinterachse. Gestartet wird mit einem internen Anlasser. Ein Kart der Königsklasse KF1 kommt auf ungefähr 35 PS und das bei einem Gewicht von 160 Kilogramm mit Fahrer in voller Montur.

Die Räder der Rennkarts messen nur fünf Zoll. Die Reifen werden von speziellen Kartreifen-Herstellern in verschiedenen Varianten entwickelt und sind nicht gerade billig - ein Satz kostet rund 200 Euro. Geht man davon aus, vier Sätze an einem Rennwochenende zu verbrauchen, fallen schon allein mehrere hundert Euro für Reifen an.

Das Chassis besteht aus einem Rohrrahmen, das zum Schutz des Piloten mit Plastikstoßstangen und Seitenkästen verkleidet ist. Anders als im Auto treten die Kartpiloten nur auf Gas oder Bremse - ein Kupplungspedal gibt es nicht. Nur die Schaltkarts verfügen über ein Getriebe - der Kupplungshebel befindet sich am Lenkrad.

Die Klasseneinteilung

Damit jeder gleiche Chancen hat, gibt es in Deutschland und in internationalen Serien verschiedene Klasseneinteilungen. Diese richten sich zum einen nach dem Alter des Piloten und nach der Geschwindigkeit der Karts.

Ab acht Jahren können kleine Rennfahrer erste Erfahrungen im Zweikampf auf der Strecke sammeln. In der Bambini-Klasse treten die "Zwerge" des Motorsports in Rennen gegeneinander an. Ihre Karts haben immerhin bis zu acht PS.

Eine Stufe höher auf der Karriereleiter fahren Jungs und Mädchen, die mindestens zwölf Jahre alt sein müssen, in der Junioren-Klasse. Die Karts bringen es auf circa 32 PS. Offiziell und auf internationaler Ebene nennt sich diese Kategorie KF3. Diese Kürzel sowie das Technische Reglement für alle Klassen stammen von der CIK FIA - eine Untergruppe der Motorsporthoheit FIA.

Mit 15 Jahren wird man im Kartsport zum "Senior". Zum einen können die "alten Hasen" in der Kategorie KF2, in der auch ams-Förderkandidat Mario Farnbacher an den Start geht, antreten. Zum anderen in der Klasse KF1, in der Marcel Lipp, ebenfalls ams-Förderkandidat, seine Rennen in der DKM (Deutsche Kart Meisterschaft) bestreitet. Die Karts der Klassen KF1 und KF2 unterscheiden sich von der Geschwindigkeit her kaum, allerdings gilt jeweils ein anderes Reglement. Die KF1 stellt mit anderen Reifen, einem größeren Vergaser und höherer Drehzahl die Königsklasse des Kartsports dar.

Die Schaltkarts mit 40 PS heben sich von den anderen Klassen durch das Sechsgang-Getriebe ab. Man teilt sie in die Kategorien KZ1 und KZ2 ein.

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