Le Mans 2010 Peugeot 908 HDI FAP

Peugeot mit neuen Farben nach Le Mans

Peugeot 908 HDI FAP 2010

Nachdem Peugeot 2009 endlich die Audi-Vorherrschaft in Le Mans beenden konnte, wollen die Franzosen 2010 den Titel erstmals verteidigen. Der 908 HDI FAP wurde dafür technisch und optisch modifiziert. Auch bei den Fahrern gibt es Verschiebungen.

Evolution statt Revolution ist das Motto von Peugeot, wenn es um die 24 Stunden von Le Mans 2010 geht. An der Technik des 908 HDi FAP, mit dem die Franzosen im Juni letzten Jahres Audi in die Knie zwangen und einen viel umjubelten Doppelsieg landeten, wurden etliche Kleinigkeiten modifiziert.

Dieseltriebwerk wird eingebremst

"Am Motor mussten wir wegen der geänderten Regeln einige Anpassungsarbeiten vornehmen", sagt Technikchef Bruno Famin. Der Veranstalter ASO hat die großvolumigen Turbodieseltriebwerke, wie sie Peugeot und Audi verwenden, eingebremst: Der maximale Ladedruck sinkt von 2,75 bar auf 2,59 bar. Die Luftmengenbegrenzer wurden von je 38,3 Millimeter auf 37,8 Millimeter reduziert. Famin: "Dadurch haben wir rund 40 PS weniger Leistung."

An der Karosserie der 908, der in sein viertes und letztes Dienstjahr geht, fallen die neuen Seitenkästen, die neu gestaltete Motorabdeckung sowie modifizierte Radhausentlüftungen auf. Augenfällig ist zudem die neue Lackierung.

Brabham kann Titel nicht mit Peugeot verteidigen

Bei der Fahrerbesetzung ergaben sich einige Verschiebungen: David Brabham, der im letzten Jahr zusammen mit Alexander Wurz und Marc Gené gewann, scheidet bei Peugeot aus, weil er in Le Mans seiner Verpflichtung mit seinem Hauptarbeitgeber, dem amerikanischen Highcroft-Acura-Team nachkommen muss. Der Australier wird durch den Ex-Formel 1-Fahrer Anthony Davidson ersetzt.

Im Peugeot mit der Startnummer zwei wechseln sich drei Franzosen hinter dem Volant ab: Nicolas Minassian, Franck Montagny und Stéphane Sarrazin, der 2009 die überlegene Trainingsbestzeit markierte, waren im letzten Jahr als Zweite ins Ziel gekommen.

Klien nur Ersatzfahrer

Im dritten 908 teilen sich Pedro Lamy, Sébastien Bourdais und Simon Pagenaud die Arbeit. Der Österreicher Christian Klien, im letzten Jahr noch Stammpilot, wurde von Sportchef Olivier Quesnel zum Ersatzfahrer degradiert.

Auch auf den Gaststart von Sebastien Loeb müssen die Fans verzichten. Der Rallye-Rekordchampion hatte zuletzt mehrmals mit einem Einsatz beim Langstreckenklassiker geliebäugelt. Quesnel überließ Loeb die Entscheidung. Der Franzose kann sich nach der Niederlage zum WRC-Auftakt in Schweden nun voll und ganz auf die Rallye-WM konzentriert.

Seit dem großen Triumph an der Sarthe im Juni letzten Jahres rückte die Peugeot-Équipe nicht weniger als elf Mal zu Testfahrten aus. Im März startet Peugeot, anders als Audi, mit zwei Autos den 12-Stunden von Sebring. Die Ingolstädter wollen bei diesem Testrennen nur als Beobachter teilnehmen und kurioserweise am Tag nach dem Rennen mit Testfahrten auf der rumpeligen Flugplatzpiste beginnen.

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Claus Mühlberger

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