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Le Mans

Das Ende der offenen Prototypen

Foto: ACO 22 Bilder

Der Le Mans-Veranstalter ACO will offene Prototypen in der großen Klasse bis 2010 anschaffen und zudem die kleinere LMP2-Kategorie ausschließlich für Privatteams offen halten. Die Inititative geht vor allem gegen Porsche und Honda.

19.06.2006 Markus Stier

Die Nachricht, dass nicht nur Porsche sondern auch Honda werksseitig in die kleine Le Mans-Prototypen-Klasse LMP2 strömen, hat Le Mans-Sportdirektor Daniel Poissenot gar nicht gefallen. Die LMP2 (750 Kilogramm Mindestgewicht, 500 PS) schuf der Automobile Club de L'Ouest eigentlich, um kleinen Privatteams für kleines Geld eine Chance auf die Le Mans-Teilnahme zu eröffnen.

Geht es nach Poissenot, werden Werkseinsätze in der LMP2 ab 2010 komplett verboten. Stattdessen will der Franzose alle Werksautos in die große Prototypen-Klasse LMP1 (900 Kilogramm, 650 PS) umleiten. Damit die beiden Prototypen-Klassen auch äußerlich klar unterscheidbar sind, will der ACO in der großen Klasse die offenen Renner verbieten.

Leichter unterscheidbar

In den vergangenen Jahren entschieden sich nahezu alle Teams der LMP1 aus aerodynamischen Gründen und wegen der besseren Klimatisierung der Cockpits für offene Rennwagen. Der letzte Sieg eines geschlossenen Prototypen war der von Bentley 2003. Eine grobe Skizze, wie die künftigen Renner aussehen könnten, hat der ACO bereits veröffentlicht. Mit dem neuen Regelwerk sollen die Klassen auch für das Publikum leichter unterscheidbar sein.

Unklar ist allerdings, wie die Temperaturen in den künftig geschlossenen Rennern erträglich gemacht werden sollen. 2006 mussten alle Teilnehmer in Le Mans 25 Kilogramm Ballast einbauen, wenn sie nicht ohnehin über eine Klimaanlage verfügten. Porsche-Ingenieure wollen bereits festgestellt haben, dass eine effiziente Belüftung der Cockpits eine Klimaanlage überflüssig machen könnte.

Tritt das neue Reglement in Kraft, hat es weit reichende Folgen. Die großen offenen Prototypen dürften ab 2010 weder in Le Mans, noch in der American Le Mans-Serie und der europäischen Le Mans-Endurance-Serie starten.

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