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Le Mans

Diesel werden eingebremst

Foto: Audi 49 Bilder

Der Le Mans-Veranstalter Automobile Club de L'Ouest (ACO) hat sich den Protesten einiger Teams nach dem 24 Stunden-Rennen im Juni gebeugt. 2007 müssen Diesel-Renner bei den 24 Stunden von Le Mans mit kleinerem Tank fahren.

13.07.2006 Markus Stier

Einen knappen Monat nach dem großen Audi-Triumph in Le Mans hat der Veranstalter seine Analyse des vergangenen 24 Stunden-Rennens abgeschlossen und einen erheblichen Vorteil für Diesel-Autos in seinem Reglement festgestellt. "Betrachtet man die Rundenzeiten, besteht unter dem Strich eine 3,2 Sekunden-Differenz zum schnellsten Benzin-Auto", heißt es in einem Statement des ACO.

Der Veranstalter weist allerdings darauf hin, dass diese Zeitdifferenz nicht nur im Drehmoment- und Verbrauchsvorteil des Audi-Dieselmotors zu suchen ist. Auch der Einfluss von Verbesserungen im Chassis, beim Fahrwerk und in der Aerodynamik müsse berücksichtigt werden.

Gleiche Energiemenge

Was das Thema Verbrauch betrifft, will der ACO künftig einschreiten: "Die Tankkapazität muss so eingeschränkt werden, dass jedes Auto bei jedem Tankstopp die gleiche Energiemenge aufnimmt. Das hat einen kleineren Tank für Diesel-Autos zur Folge."

Im September will der ACO mit dem amerikanischen Motorsport-Verband IMSA über konkrete Maßnahmen beraten, wie das Starterfeld in den einzelnen Klassen trotz unterschiedlicher Technologie näher zusammengeführt werden kann.

Mit der Änderung des Reglements reagiert der ACO vor allem auf die Kritik des zweitplatzierten Pescarolo-Teams. Teamchef Henri Pescarolo drohte: "So macht es keinen Sinn mehr für uns, in Le Mans anzutreten."

ACO in der Kritik

Das Regelwerk schreibt bisher ein Mindestgewicht von 925 Kilogramm und ein Tankvolumen von 90 Litern, unabhängig von der Art des Motors vor. Die Leistung der unterschiedlichen Motorenkonzepte wird mittels verschiedener Luftmassenbegrenzer nivelliert.

Schon vor dem Rennen war klar, dass Audi nicht nur im Verbrauch - und damit der Zahl der Tankstopps - klar im Vorteil ist. Auch die Rundenzeiten der Diesel-Renner lagen unter vergleichbaren Bedingungen unter denen der Benzin-Konkurrenz.

Kritiker werfen dem ACO vor, die Tankgrößen absichtlich nicht angepasst zu haben, um die Siegchancen des einzigen Werksteams Audi nicht zu schmälern. Der ACO verteidigt sich, man habe bei der Regelgestaltung für Diesel mangels Erfahrungswerten mit einem weißen Blatt Papier beginnen müssen.

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