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Le Mans

Historischer Audi-Sieg

Foto: ACO 22 Bilder

Erstmals gewann ein Diesel-Renner das 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Die Deutschen Frank Biela und Marco Werner und der Italiener Emanuele Pirro eroberten mit ihrem Audi R10 den sechsten Audi-Sieg an der Sarthe. Die Benzin-Konkurrenz hatte keine Chance.

19.06.2006 Markus Stier

"Dieser historische Le Mans-Triumph ist zweifellos der größte in der erfolgreichen Motorsport-Geschichte der Audi AG", sagte Vorstandschef Martin Winterkorn nach der Zieldurchfahrt am Sonntag (18.6.) Audi gewann in sieben Jahren zum sechsten Mal, es war der dritte Sieg in Folge und der erste, bei dem ein Dieselrennwagen bei einem bedeutenden Rennen die Konkurrenz der Benziner hinter sich ließ.

Ein Getriebewechsel und ein ausgefallener Scheinwerfer kosteten das siegreiche Trio lediglich eine Viertelstunde in einem ansonsten problemlosen Rennen der Rekorde. Vor 235.000 Zuschauern demonstrierten die Audianer die Vorteile der Dieseltechnik. Erstmals gelang es einem Prototypen auf dem 13,6 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs 16 Runden mit einer Tankfüllung zu absolvieren. Dank seiner Sparsamkeit stellte Audi mit 380 Runden und rund 5.100 Kilometern auch einen Distanzrekord auf.

Die Sparsamsten und die Schnellsten

Für Frank Biela und Emanuele Pirro war es der vierte Le Mans-Sieg, für Marco Werner der erste. Das eigentlich auf Sieg programmierte Schwester-Auto verlor die anfängliche Führung und den Sieg durch einen Defekt an der Einspritzung. Der siebenmalige Le Mans-Sieger Tom Kristensen und seine Partner Allan McNish und Rinaldo Capello kämpften sich vom 16. schließlich wieder auf den dritten Rang nach vorn. Die beiden Audi waren nicht nur die sparsamsten sondern auch die schnellsten Autos im Feld. Kristensen fuhr in 3:31,211 Minuten die schnellste Runde des Rennens. Dieses Tempo konnte die Spitze der benzingetriebenen Armada nicht einmal im Qualifying gehen.

Der ernsthafteste Konkurrent der Audi war wie erwartet das Pescarolo-Team mit seinen Courage-Judd. Doch nicht das vermeintlich besser besetzte Auto mit Collard, Comas und Minassian wurde zum besten Audi-Jäger (Sie holten Rang fünf.) sondern das Schwester-Auto mit Franck Montagny, Erik Hélary und Sébastien Loeb, die den zweiten Platz eroberten. Loeb stellte eine weitere Bestmarke auf: Noch nie war ein Rallye-Fahrer in Le Mans so erfolgreich.

Corvette behält die Oberhand

Einen weiteren eindrucksvollen Triumph holte sich die Corvette-Mannschaft in der GT-Klasse. Oliver Gavin, Olivier Beretta und Jan Magnussen gewannen in ihrer Corvette C6-R nicht nur ihre Klasse, sie wurden auch Vierte im Gesamtklassement. Aston Martin musste sich mit dem zweiten GT-Rang geschlagen geben. Der bessere DBR9 verlor sechs Runden wegen eines Öllecks, das Schwesterauto wurde durch einen Kupplungsschaden eingebremst. Dakar-Sieger Luc Alphand belegte in einer weiteren Corvette den dritten GT1-Rang.

Der Sieg in der seriennnahen GT2-Kategorie ging überraschend an den Panoz Esperante des Teams LNT. Die Porsche-Armada mit derm Seikel-Porsche GT3 an der Spitze musste sich mit den Ehrenrängen begnügen.

Endergebnis

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