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Le Mans Prototypen

Die Le Mans-Generation 2011

Aston Martin LMP1 2011 Foto: Aston Martin 30 Bilder

Drei Monate vor dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans haben Audi, Peugeot und Aston Martin ihre Prototypen für den Saisonhöhepunkt fertig. Wir stellen die LMP1-Renner genauer vor.

02.03.2011 Tobias Grüner

Mit dem "AMR-One" hat nun auch Aston Martin am Mittwoch (2.3.) seinen neuen LMP1-Renner für das 24-Stunden Rennen von Le Mans präsentiert. Nach Audi und Peugeot ist damit der dritte Prototyp der 2011er Generation fertig.

Aston Martin mit offenem LMP1

Die größte Änderung im Vergleich zum Vorjahr stellt das offene Cockpit des AMR One dar. Die Briten gingen damit den umgekehrten Weg zu Audi: Die Ingolstädter sind 2011 erstmals mit dem R18 mit geschlossener Kanzel unterwegs. Peugeot hat von Anfang an auf das Konzept mit Dach gesetzt.

Auch unter dem komplett neu entwickelten Karbon-Chassis des Aston Martin AMR-One finden sich Unterschiede zur etablierten Konkurrenz aus Deutschland und Frankreich. Im Aston Martin-Heck werkelt ein Zweiliter-Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung. Peugeot und Audi setzen dagegen weiter auf Dieselpower im V8- beziehungsweise V6-Format. Die Kraft wird über ein halbautomatische Sechsgang-Rennngetriebe aus dem Hause Xtrac an die Hinterräder geleitet.

Aston im bekannten Gulf-Design

Ein gemeinsames Merkmal der LMP1-Generation 2011 ist die Heckflosse. Die vom Reglement vorgeschriebene Finne soll die Autos bei Drehern Bremsen und mehr Stabilität auf der Geraden geben. Bei der äußeren Gestaltung des AMR-One setzt Aston Martin wieder auf das bekannte Gulf-Design in hellblau-orange.

Am Steuer des Autos mit der markanten Startnummer 007 wird erneut der Berliner Langstreckenspezialist Stefan Mücke sitzen. Er teilt sich das Cockpit mit Darren Turner. Der dritte Pilot wird noch gesucht. Das zweite Auto mit der 009 wird von Adrian Fernandez (Mexiko), Andy Meyrick (England) und Harold Primat (Schweiz) pilotiert.

Audi hat bereits 6.000 Kilometer hinter sich

Der erste Test des neuen Prototypen soll noch Anfang März stattfinden. Damit ist Aston Martin etwas später dran als die Konkurrenz. Audi hat in Sebring bereits mehr als 6.000 Testkilometer mit dem neuen R18 abgespult. Peugeot setzt beim 908 auf die bewährte Technik aus dem Vorjahr. Die größte Änderung ist der neue Motor: Dem alten V12 wurde vier Zylinder amputiert.

Auf einen Hybrid-Antrieb verzichten alle drei großen Hersteller 2011. Peugeot hat auf dem Genfer Autosalon aber immerhin eine Hybrid-Studie seines LMP1-Renners ausgestellt. Das Auto soll beim offiziellen Le Mans-Test am 24. April erstmals auf der Rennstrecke getestet werden.

In unserer Fotoshow stellen wir ihnen die drei neuen Le Mans-Autos von Aston Martin, Audi und Peugeot sowie die Hybrid Studie des 908 genauer vor.

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