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Le Mans

Wieder Kristensen und Audi

Foto: ACO

Audi konnte bei der 73. Auflage des 24 Stunden-Rennens von Le Mans den fünften Gesamtsieg herausfahren. Tom Kristensen, Marco Werner und JJ Lehto setzten sich in einem außerordentlich spannenden Rennen gegen das französische Pescarolo-Team durch. Mit seinem siebten Sieg setzte sich Kristensen in der ewigen Statistik an die Spitze.

19.06.2005

Standfestigkeit gegen Grundschnelligkeit, Audi gegen Pescarolo – das war das Grundthema des diesjährigen 24h-Rennens von Le Mans in der großen Prototypenklasse. Wer an einen einfachen Durchmarsch der Audi glaubte, der sah sich angenehm enttäuscht: Zwar übernahmen die im Zeittraining dominierenden Pescarolo C60-Judd sofort nach dem Start die Führung, mussten diese jedoch bereits im Verlauf der ersten zwei Rennstunden wieder abgeben.

Soheil Ayari beschädigte das führende Pescarolo-Auto bei einem Unfall, beim offiziellen Nummer-Eins-Auto von Emanuel Collard, Erik Comas und Jean-Christoph Boullion sponn die Getriebehydraulik, die Reparatur sorgt für fünf Minuten Zeitverlust. Daraufhin übernahm der Champion-Audi von Frank Biela, Emanuele Pirro und Allan McNish das Zepter, doch Pirro verspielte die frühe Führung durch einen Ausrutscher ins Kiesbett der Mulsanne-Kurve.

Bereits nach etwas mehr als drei Rennstunden ging daraufhin der zweite Audi R8 des Champion-Teams in Führung – und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Doch der Sieg war hart erkämpft, weil der Pescarolo-Judd von Collard, Comas und Boullion eine famose Aufholjagd hinlegte und sich mit den schnellsten Rennrunden im Teilnehmerfeld wieder von Platz 14 auf Position zwei nach vorne ackerte. In der Folge reduzierten die Franzosen den Rückstand auf den führenden Audi von vier Runden auf knapp eine Runde, bis ein Reifenschaden zwei Stunden vor Rennende dem packenden Zweikampf ein Ende setzte.

Ein Reifenplatzer beendete auch das Rennen von Sébastien Loeb. Der Rallye-Welmeister hatte sich mit seinen Teamkollegen Ayari und Hélary bereits wieder auf den fünften Rang vorgearbeitet. Doch ein explodierender Hinterreifen richtete so große Schäden am Heck des Autos an, dass Teamchef Henri Pescarolo die Startnummer 17 zurückzog.

Tom Kristensen: "Saß immer im richtigen Auto"

Marco Werner war nach dem Rennen geschlaucht, aber glücklich: „Die extreme Hitze von deutlich über 30 Grad und der enorme Druck der Pescarolo-Mannschaft machen diesen Sieg besonders wertvoll.“ Außer sich vor Freude war sein dänischer Teamkollege Tom Kristensen, der seinen insgesamt siebten Sieg an der Sarthe feiern konnte. „Ich kann mich eigentlich nur bei allen Beteiligten bedanken. Ich habe diese Siegesserie ja nur deshalb geschafft, weil ich zur richtigen Zeit im richtigen Auto saß – nämlich im Audi R8. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass das gute alte Baby R8 ein einmaliger Langstrecken-Rennwagen ist. Wir hatten im Rennen überhaupt keine nennenswerten Probleme zu beklagen – und das war der Schlüssel zum Erfolg!“

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich zeigte sich beeindruckt von der französischen Gegenwehr: „Das war ein hart erkämpfter Sieg, das Pescarolo-Team hat nach den Rückschlägen zu Beginn des Rennens nicht aufgegeben und viel Druck gemacht – Kompliment an unseren Gegner! Wir sind natürlich besonders stolz, dass wir beim letzten Auftritt des Audi R8 und trotz der vom Reglement verfügten Restriktionen wie mehr Gewicht, reduziertem Tankinhalt und kleinere Luftmengenbegrenzer trotzdem den fünften Sieg an der Sarthe einfahren konnten.“

Glücklicher Sieg für die Corvettes

Nicht minder packend verlief der Zweikampf in der großen GT-Klasse: Corvette feierte mit den C6-R einen mehr als glücklichen Doppelsieg. Der britische Herausforderer Aston Martin führte das Rennen in der GT1-Klasse über weite Strecken des Rennens an, doch anderthalb Stunden vor Schluss zerplatzten nach glänzendem Zweikampf mit der Corvette-Streitmacht alle Siegträume und das Superdrama für die Briten nahm seinen Lauf.

Das lange Zeit führende Fahrzeug von Tomas Enge mit der Startnummer 58 rollte ohne Sprit auf der Strecke aus. Fast gleichzeitig muss das auf Platz zwei in der Klasse liegende Schwesterauto mit Getriebe- und Kühlproblemen für einen längeren Reparaturstopp die Box anlaufen. Damit war der Weg frei zum amerikanischen Doppelsieg an der Sarthe.

Auch die beiden anderen am Start befindlichen Rennklassen boten spannungsgeladenen Sport: In der kleinen GT-Klasse führte wieder einmal kein Weg an der Marke Porsche vorbei: Das amerikanische Alex Job-Team mit den Piloten Leo Hindery, Mike Rockenfeller und Marc Lieb verbuchte nach 332 Runden am Limit kleinen Vorsprung von knapp einer Runde auf den Porsche GT3 von Jörg Bergmeister, Patrick Long und Timo Bernard. In der kleinen LMP2-Prototypenklasse fiel die Rennentscheidung sogar erst in der letzten Rennstunde, als sich der RML-Lola gegen die Belmondo-Courage durchsetzten konnte.

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