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McLaren MP4-12C GT3

Flügeltür-Monster in Papaya-Orange

McLaren MP4-12C GT3 Foto: McLaren Automotive Limited 38 Bilder

Update ++ Neue Bilder ++ Der neue McLaren MP4-12C GT3 ist bereit für seinen ersten Renneinsatz in Spa Ende Juli. Bei den letzten Tests hielt sich der Rennstall aber noch bedeckt. Wir haben die neuesten Bilder der orangen Flunder.

14.07.2011 Tobias Grüner

McLaren verdient sein Geld eigentlich mit Motorsport. Doch nach dem Erfolg mit dem McLaren F1 in den 90er Jahren versucht der englische Rennstall mittlerweile wieder sein Glück in der Seriensportwagenproduktion. Ganz verbergen lassen sich die Rennsport-Gene allerdings nicht. Bei der Entwicklung des neuen MP4-12C hatten die Ingenieure immer auch den Einsatz auf der Rennstrecke im Hinterkopf.

Testprogramm des MP4-12C GT3 abgeschlossen

Anfang März feierte der neue GT-Renner seinen Shakedown. Das im traditionellen Papaya-Orange lackierte McLaren-Geschoss wurde in Silverstone erstmals von der Leine gelassen. Zusammen mit der Rennschmiede CRS Racing verwandelte McLaren seinen nicht gerade langsamen Straßensportler in ein radikales GT-Monster.

McLaren MP4-12C GT3: Erste Testfahrten mit dem GT-Renner 2:59 Min.

Auf der Rennstrecke im portugiesischen Portimao und auf dem Navarro Circuit in Spanien wurde erstmals an der Performance gearbeitet. Nach einer ausgiebigen Vorbereitung im McLaren-Simulator in Woking entwickelten die Ingenieure ein Grund-Setup.

Renndebüt Ende Mai – Fahrerkader steht

Das erste große Highlight für den Kundensportler kommt am 30./31. Juli beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. Beim offiziellen Testtag stellte sich die orange Flunder erstmals den Blicken der Konkurrenz von Porsche, Ferrari und Mercedes. Viel zu erkennen war allerdings nicht. Kaum in der Box ließen McLaren direkt die Garagentür schließen. Auf dem Zeitenmonitor blieb der McLaren noch 2,5 Sekunden hinter der Bestzeit des Manthey-Porsche GT3 zurück.

Mehr zu sehen gab es beim großen Auftritt beim Festival of Speed in Goodwood Anfang Juli. Die Formel 1-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton ließen es sich nicht nehmen, die ersten Runden vor heimischem Publikum zu drehen. Zuvor hatten die Ingenieure noch Feinschliff an der Aerodynamik betrieben.

Für die offiziellen Testfahrten stehen die Formel 1-Stars aber nicht zur Verfügung. Neben Andrew Kirkaldy, der als Chef der Rennschmiede CRS Racing an der technischen Entwicklung des MP412-C beteiligt war, hat McLaren allerdings Oliver Turvey vom Formel 1-Team ausgeliehen. Auch der Portugiese Alvaro Parente hilft in der ersten Saison als Entwicklungsfahrer mit. Der Testchef der Sportwagen-Sparte, Chris Goodwin, soll beim Einsatz in Spa ebenfalls im Cockpit sitzen.

Rennsport-Technik im MP4-12C GT3

Von der Technik her bietet der GT-Rennwagen Rennsport-Technik vom Feinsten. Dabei ist schon die Basis aus der Serie renntauglich. Unter der Hülle in Orange steckt die gleiche Carbon-Sicherheitszelle wie im Seriensportwagen. Das Monocoque bringt dank Leichtbautechnik nur 75 Kilogramm auf die Waage. Auch der Motor ist aus der Serie bekannt. Angetrieben wird der MP12-C GT3 vom 3,8 Liter V8 Twinturbo, der für eine bessere Einstufung auf der Rennstrecke von 600 PS auf 500 PS gedrosselt wurde.

Mit einem speziellen Renngetriebe wird die Leistung des Aggregats an die beiden Hinterräder verteilt. Auch die Elektronik und das ABS von Bosch Motorsport unterscheiden sich von der Serie. An die härteren Bedingungen auf der Rennstrecke wurden auch die Bremsen angepasst. Im Inneren fällt sofort der Überrollkäfig ins Auge. Auch das Lenkrad mit integriertem Display, dass vom Design dem Formel 1-Steuer von Lewis Hamilton gleicht, ist weit von der Serie entfernt.

Neues Aerodynamik-Paket für den MP4-12C-GT3

Äußerlich ist der mächtige Spoiler auf dem knackigen Hinterteil das eindeutigste Erkennungszeichen der Rennvariante. Zum großen Aerodynamik-Paket gehören neben dem Flügel auch ein neuer Front-Splitter, modifizierte Türen, geänderte Luftschlitze in der Front und ein größerer Diffusor im Heck.

Da die Autos in den GT-Serien nach dem Balance of Performance-Reglement je nach Erfolg immer wieder neu eingestuft werden, ging es McLaren bei der Entwicklung nicht in erster Linie um den reinen Speed, sondern um die Fahrbahrkeit des Autos. „Es muss sichergestellt sein, dass jeder Pilot einfach in der Lage ist, die Leistungsgrenzen den 12C GT3 auszuloten“, erklärte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh zu den primären Entwicklungszielen.

McLaren plant mit 20 MP4-12C GT3 für 2012

20 Autos hat McLaren bereits für die Rennsaison 2012 homologieren lassen. Angeblich übersteigen die Anfragen das Angebot um das Fünffache. Allerdings will McLaren den Markt nicht überschwemmen. Bis 2014 ist zunächst der Bau von weiteren 20 Modellen des MP4-12C GT3 geplant. Auch für die Entwicklung von Varianten für andere Rennserien ist der Rennstall offen. Als besonderes Highlight will McLaren seinen Kunden den Zugang zum Hightech-Simulator gewähren, um sich auf Rennen vorzubereiten und Setup-Änderungen auf dem Trockenen zu testen.

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