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Montoya

Geliebter Feind

Foto: Wolfgang Wilhelm 103 Bilder

Juan Pablo Montoya hat nie einen Hehl aus seiner Abneigung für Michael Schumacher gemacht. Doch neuerdings geht der Kolumbianer auf Schmusekurs und auch die Nascar-Serie lockt den Rekord-Weltmeister

20.02.2007

Das Temperament des Kolumbianers wurde durch seinem Sieg beim 24 Stunden-Rennen von Daytona wieder entzündet, und er begann mit seinen Kritikern abzurechnen.

Schumi bekam sein Fett weg

Vor allem Erzrivale Michael Schumacher, der sich oft abfällig über die Nascar-Serie geäußert hatte, bekam sein Fett weg. Schumacher habe keine Ahnung. Mit mehr als 300 km/h durch ein Oval zu rasen, sei schwieriger als viele glauben. "Michael würde sich wahrscheinlich zuerst mal in die Hose machen."

Vor dem 500 Meilen-Rennen von Daytona konnte Montoya sich wieder nicht zurückhalten und sagte: "Jeder konnte doch sehen, dass ich Schumacher nicht leiden konnte. Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht. In den USA ist er doch ein Nichts."

Es ist nichts dabei, im Kreis zu fahren

Schumacher entgegnete im Gespräch mit der "New York Times": "Ich würde das nicht machen. Was macht man schon in der Nascar-Serie? Was soll daran aufregend sein? Ich kann nichts dabei finden, im Kreis herum zu fahren." Ein Affront nicht nur gegen Montoya, sondern gegen die gesamte Tourenwagen-Serie, immerhin Amerikas liebstes Kind.

Verächtlich entgegnete Montoya in der Welt über die Formel 1: "Wenn da einer den anderen überholt, ist das eine Riesensache. Hier? Bei meinem Debüt in Homestead habe ich vergangenen September 70-mal überholt, 70-mal! Du überholst, du wirst überholt, du musst in die Box und so weiter. Hier ist ständig Action. Hier ist es verrückt!" Das sei das, was er wieder tun wollte, sagte Montoya. "In der Formel 1 wurde ich immer kritisiert, ich sei zu aggressiv und versuchte zu risikoreich zu überholen. Ich wollte wieder richtiges Racing, und der beste Ort dafür ist hier."

Montoya: "Einfach mal anschauen"

Nach diesem Seitenhieb ging Montoya auf Schmusekurs. Im Interview mit dem Fernsehsender Premiere gestand er: "Ich glaube, Michael Schumacher würde das hier sehr gefallen! Er müsste es sich einfach mal anschauen."

Rückendeckung erhielt er dabei von den Nascar-Verantwortlichen, die zur Probefahrt einladen. Ray Evernham, Chef eines großen Nascar-Rennstalls, sagte dem US-Sender ESPN: "Ich setze ihn in ein rotes, richtig gutes Auto, wann immer er hier herüber kommen und es ausprobieren möchte. Es hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Diese Autos sind sehr viel ausgereifter als früher. Ich denke, Schumacher würde sie technisch gut genug finden, um ihn bei Laune zu halten."

Ob der erklärte USA-Liebhaber Michael Schumacher das Angebot annimmt ist noch offen. Juan Pablo Montoya befindet sich noch in der Eingewöhnungsphase und sagt: "Ich war immer happy. Aber jetzt habe ich eine neue Herausforderung. Die spornt mich an."

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