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Rallye Dakar 2013 18 Bilder Zoom

Mühlbergers Dakar Blog (1): Stress beginnt schon vor dem Start

auto motor und sport-Reporter Claus Mühlberger ist mit dabei, wenn es bei der Rallye Dakar 2013 einmal quer durch Südamerika geht. In seinem Blog liefert er regelmäßig persönliche Eindrücke und Bilder vom Wüsten-Marathon. Teil 1: Der Stress vor dem Start.

Wer als Journalist vor Ort über die Dakar-Rallye berichten will, muss mancherlei erdulden: den 17-stündigen Flug nach Lima zum Beispiel. Oder die Zeitverschiebung von sechs Stunden. Oder den rapiden Klimawechsel vom nasskalten Deutschland ins sommerlich-schwüle Peru.

Doch in Lima wartet schon die nächste Mühsal auf die Journalisten: Bevor man die Pressekarte ausgehändigt bekommt, müssen allerlei Dinge abgearbeitet werden: Man unterschreibt zum Beispiel, keinesfalls Videoaufnahmen zu machen und versichert per Ehrenwort, sich stets sportsmännisch korrekt  zu verhalten und das Reglement des Veranstalters peinlichst genau zu beachten.

Und diese Regeln haben es in sich: Selbst für geringfügigste Geschwindigkeitsübertretungen drohen Bußen von 500 Euro aufwärts. Wo das Geld landet ist unklar. Es steht aber zu vermuten, dass es der Dakar-Ausrichter, der Verlag ASO ("L’Équipe"), die Kohle gut brauchen kann. Denn auch in Frankreich läuft das Geschäft mit Gedrucktem in letzter Zeit eher zäh.

Hart erkämpfte Pressekarte

Zunächst heißt es Schlange stehen, zwischen unerschütterlich gut gelaunten Holländern und einem Rudel die Marke Yincheng vertretenden Chinesen, von denen einige so streng riechen, als hätten sie schon zwei Wochen Dakar samt stark reduzierten Besuchen unter der Dusche hinter sich.

Die tüchtigen ASO-Pressemädels Thida und Laura behalten auch im wüstesten Ansturm die Nerven. Mit einem charmanten Lächeln händigen allen eine gelbe Anweisung für die "Controles administratifs et techniques" aus. Nicht weniger als sechs Stationen gilt es abzuklappern. Und zwar im Fahrerlager. Dorthin sind es vom Hilton aus aber 30 Minuten mit dem Bus.

Leider ist der Shuttlebus gerade weggefahren. Die Alternativen: ein Stündchen warten oder ein Taxi. Zum Glück sind die Droschken in Lima billig, genauso wie in ganz Südamerika. Sechs Kilometer kosten nur 3,50 Euro. Dafür kann in Stuttgart gerade mal Straßenbahn fahren.

Eine Stadt geht auf Reisen

Das Fahrerlager liegt direkt am staubigen Pazifik-Strand und nennt sich Dakar-Village. Aber der Begriff "Dorf" ist irreführend. Denn die zeitweise Heimat von mehr als 500 Renn-Vehikeln und den mehr als dazugehörigen 5.000 Menschen, die im Dakar-Tross mitzuckeln, ist fast schon eine kleine Stadt inmitten der Sieben-Millionen-Einwohner Metropole Lima.

Hunderte von Polizisten bewachen das Fahrerlager so streng, als würde Peru dort seine Währungsreserven horten. Bemerkenswert sind die Uniformen der weiblichen Motorradpolizei. Die quietschengen, beigefarbenen Reiterhosen passen hervorragend zu den blank polierten schwarzen Stiefeln und den putzigen Halbschalen-Helmen im Sixties-Retro-Look.

Der operettenhafte Aufzug der Staatsmacht beflügelte die Phantasie von Rennfahrerin Ellen Lohr, die die Dakar als Journalistin begleitet: "Könnte doch sein, dass vielleicht ein früherer Diktator diese Uniformen persönlich für seine weibliche Leibgarde entworfen hat?" Diese Frage konnte in der Kürze der Zeit nicht beantwortet werden. Sicher ist nur Eines: Peru ist schon seit vielen Jahrzehnten eine Demokratie.

Nach rund fünf Stunden des Schlange Stehens und des Hin- und Herpendelns zwischen dem Hilton und dem Fahrerlager ging der Donnerstag für den auto motor uns sport-Reporter doch noch versöhnlich zu Ende. Um kurz nach drei hatte er die Karte endlich in Händen. Und so steht der werktäglichen Fortsetzung des Blogs mit den großen und den kleinen Dakar-Storys nun nichts mehr im Wege.

Claus Mühlberger

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Mühlberger

Datum

4. Januar 2013
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