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Nissan LMP1-Programm

WEC-Rückzug wegen Technik-Problemen

Nissan Nismo - LMP1 - 2015 Foto: Nissan Nismo 20 Bilder

Nissan wird vorerst an keinen weiteren WEC-Läufen teilnehmen. Der japanische Autobauer will zuerst die technischen Probleme mit dem Hybrid-System lösen, bevor man wieder gegen Audi, Porsche und Co. antritt. Wie lange das dauern wird, konnte Nissan noch nicht sagen.

07.08.2015 Tobias Grüner Powered by

Die peinliche Vorstellung in Le Mans hat bei den Nissan-Verantwortlichen offenbar Spuren hinterlassen. Noch einmal wollen sich die Japaner nicht die Blöße geben. In einer offiziellen Mitteilung erklärte der Autobauer am Freitag (7.8.2015), dass bis auf Weiteres alle Einsätze in der WEC abgesagt wurden.

Nissan entschuldigt sich für WEC-Rückzug

Man wolle zunächst die technischen Probleme mit dem Hybrid-System lösen, teilte Nissan als Begründung für den Rückzug mit. Die fehlende Elektropower sei der Grund für die mangelnde Konkurrenzfähigkeit in Le Mans gewesen, so die Analyse. Die Aerodynamik und der 3-Liter-Verbrennungsmotor hätten dagegen wie geplant funktioniert.

"Wir wissen, dass die Menschen enttäuscht darüber sein werden. Wir können aber versichern, dass niemand mehr enttäuscht darüber ist als wir selbst. Wir sind Racer und wollen Rennen fahren, aber wir wollen auch konkurrenzfähig sein", entschuldigte sich Nismo-Präsident Shoichi Miyatani bei den Fans für den drastischen Schritt.

Lange Liste an notwendigen Verbesserungen

Man wolle den GT-R LM Nismo nun bei Testfahrten in den USA in Ruhe weiterentwickeln. "Wir haben viele Bereiche, an denen wir arbeiten müssen", gibt Technikchef Ben Bowlby zu. "Nicht zuletzt müssen wir sicherstellen, dass wir das bestmögliche Hybrid-System einsetzen. Das Team arbeitet auf der Strecke, im Windkanal und in allen Entwicklungsabteilungen hart daran, die lange Liste an notwendigen Verbesserungen abzuliefern."

Einige Experten halten das Auto allerdings für eine Fehlkonstruktion, die überhaupt nicht mehr zu retten ist. Wann der GT-R LM Nismo wieder in die WEC zurückkehren wird, steht laut Nissan noch nicht fest. "Wenn man neue Technik einsetzt, gibt man nicht bei den ersten Hürden auf. Wir sind fest entschlossen, diese Herausforderung zu meistern", so Nismo Präsident Miyatani.

Nissan Marketing-Chef Darren Cox fügte an: "Wir haben immer gesagt, dass innovative Technik Schmerzen verursachen kann. Wir haben ein LMP1-Auto gebaut, das sich von den anderen LMP1-Prototypen unterscheidet. Das Tolle an dem Programm ist, dass uns deshalb viele Leute unterstützen und uns den Erfolg wünschen. Die Leute wollen etwas Neues im Motorsport sehen. Das hat unsere Motivation noch weiter gesteigert, das LMP1-Auto konkurrenzfähig zu machen."

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