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Nissan ZEOD RC Elektro-Rennwagen

Mit 300 km/h Richtung Zukunft

Nissan ZEOD RC Foto: Nissan 27 Bilder

Nissan hat in Yokohama seinen überarbeiteten Elektro-Rennwagen ZEOD RC enthüllt. Mit dem Prototyp, der eine Geschwindigkeit von mehr als 300 km/h erreichen soll, wollen die Japaner 2014 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans starten. Der 56. Startplatz ist für das innovative Fahrzeug bereits reserviert.

18.10.2013 Andreas Haupt

Eine erste Version des Elektro-Prototyps hatte Nissan bereits im Rahmen des diesjährigen 24-Stunden-Rennens von Le Mans präsentiert. Seitdem legte der japanische Autobauer nochmals kräftig Hand an. Die Kühleinlässe des ZEOD RC (Zero Emission On Demand Race Car) wurden neu gestaltet und auch an der Aerodynamik feilten die Ingenieure weiter. Von der Form her erinnert der Nissan ZEOD RC an den Delta Wing, mit dem die Japaner im vergangenen Jahr in Le Mans an den Start gingen.

Nissan ZEOD RC generiert Abtrieb primär über Diffusor

"Das ist ein neues Auto“ entgegnet Ben Bowlby, der als Direktor für Innovation bei Nissan Motorsports International arbeitet. "Und das musste so sein, weil es unglaublich herausfordernd ist, ein Chassis zu bauen, das so wenig Luftwiderstand bietet, dass es mit der heutigen Batterie-Technologie auf über 300 km/h beschleunigt werden kann."

Seinen Abtrieb generiert der Elektro-Rennwagen, der mit CFD-Technik und ohne Windkanalarbeit designt wurde, primär über den Diffusor. Das kostet im Gegensatz zur konventionellen Lösung – nämlich Abtrieb über frei im Wind stehende Flügel zu erzeugen – kaum Luftwiderstand. An den weiteren Vorbereitungen für einen Start in Le Mans wird auch ein deutscher Rennfahrer beteiligt sein. Michael Krumm, der für Nissan im Jahr 2011 die FIA-GT1-Weltmeisterschaft gewonnen hat, soll als Testfahrer gemeinsam mit Lucas Ordóñez den Elektro-Renner weiterentwickeln.

Von der ursprünglichen Aussage von Konzernchef Carlos Ghosn, der Prototyp solle völlig emissionsfrei die Kultbahn von Le Mans umrunden können, mussten die Japaner abweichen. Dafür wäre das Gewicht der Batterien zu hoch gewesen. Das neue Motto lautet: "Zero Emissions on demand". Der Nissan soll in der Lage sein, eine volle Runde pro Stint rein elektrisch zu fahren.

Natürlich wird der ZEOD emittieren, denn sein Motor wird im sogenannten Parallel-Hybrid-Konzept sowohl das Auto an der Hinterachse antreiben – als auch die Batterien (rund 200 Kilogramm) aufladen. Motor, Getriebe, Kers und die Elektromaschinen verpackten die Ingenieure im Heck des Fahrzeuges. Aller Voraussicht nach kommt ein Dreizylinder-Turbo mit weniger als einem Liter Hubraum und knapp 300 PS zum Einsatz. Das Auto soll inklusive des Piloten knapp über 700 Kilo wiegen.

Nissan plant Rückkehr in die Top-Klasse

"Die Batterien zu entwickeln, die in den Le Mans-Prototyp integriert werden, stellt eine enorme Herausforderung dar. Aber die gelernten Lektionen werden uns nicht nur bei unserem künftigen LMP1-Projekt weiterhelfen, sondern uns auch bei der Entwicklung zukünftiger Versionen des Nissan LEAF oder anderen Elektrofahrzeugen für die Straße unterstützen", erklärte Ben Bowlby. Mit dem Le Mans-Start 2014 will Nissan auch die geplante Rückkehr in die Top-Klasse LMP1 einen weiteren Schritt vorantreiben.

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