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Opel Astra TCR

Das ist der neue Tourenwagen-Blitz

Opel Astra TCR Foto: Opel 68 Bilder

Mit dem Opel Astra TCR feiert der Autobauer aus Rüsselsheim 2016 sein großes Tourenwagen-Comeback. Der Rennversion der neuen Astra-Generation soll von Kundenteams weltweit in den nationalen und internationalen TCR-Serien eingesetzt werden. Wir haben die ersten Bilder.

15.10.2015 Tobias Grüner

Opel kehrt endlich zurück auf die große Motorsport-Bühne. Mit dem Astra TCR, der am Donnerstag (15.10.2015) auf dem belgischen Circuit Jules Tacheny in Mettet vorgestellt wurde, will man ab der kommenden Saison an alte Tourenwagen-Erfolge anknüpfen. Viele Fans dürften sich noch gut an die legendären Auftritte der Rüsselsheimer in der DTM und der ITC erinnern, an Autos wie den Calibra V6 4x4, das Astra V8 Coupé oder den Vectra GTS V8.

In den internationalen und regionalen TCR-Meisterschaften werden allerdings zunächst etwas kleinere Brötchen gebacken. Die Rennwagen des noch sehr jungen Championats sind deutlich seriennäher ausgelegt als in der DTM. Der Opel Astra TCR ist mit einem 2,0 Liter Turbo-Vierzylinder ausgestattet, der es auf rund 330 PS und 410 Nm Drehmoment bringt.

Die Kraft wird über ein sequenzielles, per Schaltwippen am Lenkrad bedientes Sechsgang-Renngetriebe auf die Vorderräder übertragen. Den Kraftschluss stellt eine Zweischeiben-Sintermetall-Motorsport-Kupplung her. Beim Runterschalten sorgt ein automatisiertes Zwischengassystem für Stabilität. Verzögert wird der Rennwagen über 378-Millimeter-Bremsscheiben und Sechskolben-Bremssättel vorne sowie 265-Millimeter-Bremsscheiben nebst Zweikolben-Sätteln hinten. Die Bremsbalance kann der Fahrer vom Cockpit aus verstellen.

Opel Astra TCR mit bezahlbarer Technik und aggressiver Optik

Das wichtigste Argument für potentielle Kunden ist der Preis. Das Reglement schreibt vor, dass ein Rennwagen nicht mehr als 100.000 Euro kosten darf. Laut Opel müssen Kunden für den neuen Astra TCR 95.000 Euro auf den Tisch legen. Das TCR-Engagement soll nicht nur das sportliche Image der Marke verbessern sondern wenn möglich auch noch Geld in die Kasse spülen.

Auf exotische Leichtbaumaterialien wie Carbon muss allerdings verzichtet werden. Mit einem Gewicht von 1.200 Kilogramm ist der Kompaktsportler gerade einmal 60 Kilogramm leichter als das Serienmodell. Elektronische Assistenzsysteme wie ABS und ESP verbietet das Reglement.

Optisch macht der Opel TCR aber ordentlich was her. An der aggressiv gezeichneten Frontschürze sind riesige Luftöffnungen zu erkennen. Ein einstellbarer Splitter sorgt für zusätzlichen Abtrieb auf der Vorderachse. Die Spur wurde gegenüber der Serie deutlich verbreitert, was sich in mächtig ausgestellten Radhäusern bemerkbar macht.

In der hinteren Schürze ist ein Diffusor zu erkennen, der zusammen mit dem Einheitsflügel dabei hilft, das Heck in der Spur zu halten. Wie vom TCR-Reglement vorgeschrieben wurde als Basis die viertürige Version der erst kürzlich vorgestellten Astra-Generation verwendet. Im Gegensatz zu DTM-Rennern gibt es keine filigranen Aerodynamik-Teile, die sich schon bei leichten Remplern verabschieden.

Opel-Kooperation mit Kissling Motorsport

Der von Kissling Motorsport in Bad Münstereifel rennfertig gemachte Opel Astra TCR hat bis zum Saisonstart 2016 noch ein umfangreiches Testprogramm vor sich. Ab Ende Februar 2016 wird eine limitierte Stückzahl des Opel Astra TCR an ausgewählte Kundenteams geliefert.

Bereits bestätigt ist, dass der Tourenwagen-Blitz in der neuen ADAC TCR Germany an den Start gehen soll. Zusammen mit VW, Seat, Ford und Honda kann die Meisterschaft damit immerhin 5 verschiedene Marken im Debütjahr präsentieren.

Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott ist überzeugt von der Philosophie der TCR: "Unsere Kundenteams wünschen sich eine Bühne für spektakulären und dabei bezahlbaren Motorsport. Das TCR-Konzept vereint beides perfekt. Wir freuen uns auf harten, fairen Wettbewerb unter den zahlreichen Kundenteams der verschiedenen Hersteller und spannende Rennen."

In unserer Galerie zeigen wir die ersten Bilder.

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