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Peugeot-LMP Rückzug

Peugeot stoppt Le Mans-Programm

Peugeot 908 HD FAP Foto: xpb 49 Bilder

Peugeot hat überraschend sein Langstrecken-Programm gestoppt. Die 908-Flotte wird in diesem Jahr nicht am 24 Stunden Rennen von Le Mans teilnehmen. Als Grund nannte der Hersteller die ökonomische Lage.

18.01.2012 Tobias Grüner

Diese Nachricht kam wie ein Schock. Völlig unerwartet hat Peugeot den Rückzug aus dem Langstrecken-Sport angekündigt. Lange hatten die Franzosen am neuen Le Mans-Reglement mitgearbeitet, nun musste der Autobauer die Teilnahme seiner 908-Armada absagen.


Wirtschaftliche Lage als Ausstiegsgrund

"Diese Entscheidung fiel im Kontext des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa", begründete Peugeot den Rückzug. "Peugeot hat sich entschieden, seine Ressourcen zur Steigerung der Verkaufszahlen für 2012 zu verwenden", erklärte der Hersteller.

Seit 2007 waren die 908-Renner ein gewohntes Bild bei den großen Langstrecken-Klassikern. 2009 konnte der Lokalmatador das prestigeträchtige Langstreckenrennen in Le Mans für sich entscheiden und damit die langjährige Audi-Dominanz durchbrechen. In den vergangenen beiden Jahren verlor man das Duell gegen den deutschen Dauergegner dann aber wieder - teils in dramatischer Weise.

2012er Prototypen schon im Testeinsatz

2012 wollte Peugeot mit einem Hybrid-Auto und einem konventionellen 908 in der LMP1-Klasse antreten. Die ersten Testfahrten mit den beiden Diesel-Prototypen waren bereits absolviert. Noch ungeklärt ist die Frage, ob Privatteams die Autos kaufen dürfen, um damit in Le Mans zu starten.

Neben Le Mans war Peugeot in diesem Jahr auch für die neue Langstrecken-Weltmeisterschaft fest eingeplant. Ohne die Autos aus Frankreich ist das Feld um eine Attraktion ärmer. In der Prototypen-Klasse steht den Audi-Boliden nun kaum mehr Konkurrenz entgegen.

"Das ist eine große Enttäuschung für die 24 Stunden und die 2012 beginnende FIA Langstrecken-WM, die auf Wunsch der Hersteller, speziell auch Peugeot, ins Leben gerufen wurde", ärgerte sich Jean-Claude Plassart, der Präsident des Le Mans-Organisators ACO. "Es gibt keinen Zweifel, dass hundertausende Fans, die jedes Jahr nach Le Mans pilgern und die Millionen Zuschauer vor den Fernsehern die Abwesenheit des französischen Herstellers bedauern werden."

Toyota kann Peugeot-Ausstieg nicht kompensieren

Als Ersatz hat Toyota zwar seine Rückkehr in den Prototypen-Sport angekündigt, wird seinen neuen LMP1-Renner in diesem Jahr aber noch nicht in der gesamten Meisterschaft einsetzen. Auch in Le Mans dürften die Japaner mit ihrem Hybrid-Prototypen noch keine ernste Konkurrenz für Audi sein.

Die Mitarbeiter an Peugeots Langstrecken-Programm sollen in anderen Abteilungen des Konzerns unterkommen. Kündigungen soll es nicht geben, versprach der Hersteller.

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